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29. Oktober 2009, 14:07 Uhr

Markwort räumt Chefposten beim "Focus"

Führungswechsel beim "Focus": Der Gründer des Nachrichtenmagazins, Helmut Markwort, gibt seinen Posten als Chefredakteur des Blattes auf. Nachfolger soll ab September 2010 "Cicero"-Herausgeber Wolfram Weimer werden. Markwort verlässt den "Focus" aber nicht völlig.

Zoom
Helmut, Markwort, Wolfram, Weimer, Focus

Teilrückzug: Hemut Markwort Markwort bleibt den Angaben zufolge "Focus"-Herausgeber© Daniel Roland/AP

Helmut Markwort zieht sich als Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Focus" zurück. Der 72-Jährige werde seinen Posten zum 1. Oktober 2010 abgeben, teilte der Burda-Verlag am Donnerstag mit. Markwort bleibe aber weiterhin Herausgeber des Blattes. Nachfolger soll ab 1. September 2010 Wolfram Weimer werden. Chefredakteur Uli Baur bleibe im Amt, so dass es weiter eine Doppelspitze bei dem Münchner Nachrichtenmagazin geben werde.

Markwort werde seinen bis zum 31. Dezember 2010 laufenden Vorstandsvertrag als "Erster Journalist" des Hauses mit den Verantwortungsbereichen "Focus" Magazin Verlag, Broadcast, Verlagsgruppe Milchstrasse und "Playboy" erfüllen, hieß es weiter. Seine Verlagsverantwortung werde anschließend in den Vorstandsbereich Verlage Inland integriert und von Philipp Welte übernommen.

Markwort bleibt den Angaben zufolge aber nicht nur "Focus"-Herausgeber, sondern auch für die Radio- und TV-Beteiligungen von Hubert Burda Media zuständig. Diese sollen zum 1. Januar 2011 in den Vorstandsbereich von Paul-Bernhard Kallen übergehen.

Dank von Verleger Hubert Burda

Verleger Hubert Burda dankte Markwort für seine vielfältigen Verdienste um das Unternehmen: "Ohne Helmut Markwort und die erfolgreiche Einführung des 'Focus' wäre die Entwicklung zu einem großen internationalen Medienhaus schwerer gewesen. Der Erfolg von 'Focus' war ein Quantensprung für das Unternehmen."

Markworts Nachfolger Weimer ist seit 2004 Chefredakteur und Herausgeber des von ihm gegründeten Politikmagazins "Cicero". Zuvor war er in führenden Positionen bei großen deutschen Tageszeitungen tätig, zuletzt als Chefredakteur von "Die Welt". Seine Karriere begann der 44-jährige als Wirtschaftsredakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

AP/DPA
KOMMENTARE (10 von 13)
 
laeppe (30.10.2009, 18:06 Uhr)
@raptor XL
Was Sie unter Rechtsstaat verstehen sollten sie klarer formulieren. Bei uns ist es so das die
Staatsanwaltschaft weisungsgebunden ist. Nicht umsonst denke ich ist die Festplatte von Max Strauss verbummenlt worden - vermutlich finden Sie das z.B.
völlig in Ordnung.
laeppe (30.10.2009, 18:02 Uhr)
@raptorXL
ich will Sie nicht beleidigen aber
ich bitte Sie sich doch etwas kundiger zu machen.
laeppe (30.10.2009, 17:59 Uhr)
Seriös ist für konservative ein Problem
Koch Kohl Schäuble dann der
korrupte und kriminelle Strauss-
Sie sollten einmal das Buch von
Wilhelm Schlötterer lesen -
"Macht und Missbrauch".
Schlötterer ist CSU Mitglied und war
Ministerialbeamter im Finanzministerium.
raptor-xl (30.10.2009, 16:34 Uhr)
@laeppe
da es nicht gegen ein gesetz verstößt, gibt es wohl kaum einen grund, dass es verboten werden soll. oder reicht die annahme, dass sie es nicht wollen?!
machen sie sich bitte nicht lächerlich, denn ich denke, der rechtsstaat hat das ganz gut geregelt. und die politiker sollen dort weder als programmdirektoren, noch als sendungsberater sitzen. sie fungieren als wächter, finanzhüter und postenbesetzer. aber einer allein hat da nix zu melden. da braucht es schon mehrheiten. also demokratisch gewählte mehrheiten und somit ist es sicher vieles, aber kein ddr-niveau.
das der eine oder andere sender eine etwas gewichtigeren einfluss auf inhalte hat, liegt natürlich an der jeweiligen landesregierung. da mag bayern eben etwas konservativer sein und einen benebelten scheibenwischer absetzen. im ndr sehe ich auch nicht alles und vor allem nichts konservativ-freundliches. aber das sind eben die regionalen landesspartensender.
ich bin berliner und der gute sfb ist weg. fusioniert mit brandenburg zum rbb. wissen sie, wie mir die wiederholungen der "guten" ddr-unterhaltungssendungen, der "gerechten" ddr-notruf110 und die "super" wunschsendungen mit ddr-melodien auf den keks gehen??? das ist der größte trash und ich bin dem ausgeliefert.... meine einzige wahl: nicht einschalten. und die kann ich ja treffen, oder?! und wenn ihnen bayerisches fernsehen nicht passt, dann die regierung sicher erst recht nicht. dann sollten sie umziehen. bremen wäre toll. oder berlin. das nennt man dann nämlich kontrastprogramm...
laeppe (30.10.2009, 14:26 Uhr)
@raptorXL sie erkennen es nicht
Aus öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten möchte ich keine
verquickungen zu privaten Sendern oder Verlagen. Egal welche Farbe.
Ich bin auch dafür Politiker aus den
Aufsichtsräten zu entfernen
Bayern hat da sicher ein Problem -
siehe Ausstrahlungsverbot für den
Scheibenwischer. Es ist DDR Niveau..
raptor-xl (30.10.2009, 11:34 Uhr)
@laeppe
kann ich gut erkenne, aber wo ist der unterschied? verboten ist es nicht und beim wdr und ndr werden alle eben nach dem roten parteibuch ausgesucht.
wenn bayern glaubt, er sei eine bereicherung, dann kann er es machen. eher hat er ein problem mit dem burda-verlag. denn das ist sein arbeitgeber und der muss zustimmen... und das hat er wohl.
und wenn private tv-sender andere chefredakteure fragen, so muss bei denen auch das einverständnis des arbeitgebers vorliegen.
ich verstehe nicht, wo das problem ist. oder steht in der cke oben die einblendung: fdp-wahlkampfsendung?
überparteilich muss es schon bleiben und für bayerische verhältnisse hat er nun sehr liberale vorstellungen. das kann man ihm nun wahrlich nicht vorwerfen, dass er ein konservativer ist... :D
laeppe (30.10.2009, 10:20 Uhr)
@raptorXL
Sie verwechseln öffentlich rechtlich und private.
Im öffentlich rechtlichen gibt es kein
Spiegel TV.
"Fokus TV" aber im BR mit Markworts Laberrunde - das sind schon kleine Unterschiede wenn Sie es erkennen können.
raptor-xl (30.10.2009, 09:20 Uhr)
@laeppe
dafür gibt es spiegel tv mit wechselnden chefredakteuren im ganzen bundesgebiet... und dazu haben/hatten die immer auch im talkshows und anderen gremien viele, viele einladungen.
sie sind mal wieder nur einseitig geprägt und daher als kritiker nicht ernst zu nehmen. parteijammerei über den konkurrenten....sonst nichts.
raptor-xl (30.10.2009, 09:18 Uhr)
ein revolutionär geht...
dem focus ist viel zu verdanken. das der speiegel die alleinherrschaft aufgeben musste, dass frabe in die nachrichten kam, dass fakten verständlich präsentiert wurden, dass selbstverliebte spiegelredakteure keine sechs-seiten-artikel mehr erstellen durften...
die medienlandschaft hat sich verändert und keiner hats für möglich gehalten, dass der spiegel angegriffen werden kann.
allen unkenrufen zum trotz. der spiegel ist dadurch erst gut geworden. und er hat sich in der mitte der gesellschaft gefunden und wabert nicht mehr am linken jammerrand (im umgang mit linkspartei und anderen themen ist der spiegel kritischer und rechter als der focus). und platz ist für beide da und ich hoffe, es bleibt so...
laeppe (30.10.2009, 08:29 Uhr)
Die TV Präsenz
im BR kann ich mir nur so erklären
"Macht und Missbrauch" von
W. Schlötterer.
Burda muss sehr gute Beziehungen
haben und vielleicht sehr gut
"Spenden".
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