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2. September 2009, 23:10 Uhr

Die Nonne, die dem Papst Paroli bietet

Weil sie in Afrika Kondome verteilte, wurde die katholische Nonne Majella Lenzen aus ihrem Orden entlassen. Doch statt gehorsam zu schweigen, bezieht die Missionarin jetzt in einem Buch Stellung. Begegnung mit einer ungewöhnlichen Rebellin. Von Andrea Ritter

Majella Lenzen

Von der Nonne zur Buchautorin: Majella Lenzen© Thomas Rabsch

Die Haare sind kurz geschnitten. Das ist praktisch, bei der Hitze und auch sonst. Genau wie die rahmenlose Brille mit den selbst tönenden Gläsern. Majella Lenzen ist groß, über 1,75 Meter, in Afrika nannten sie sie "Schwester Giraffe". Was sonst noch auffällt? Die hohen Wangenknochen in dem sehr schmalen Gesicht. Und vor allem: Die Stimme. Majella Lenzen ist 70 Jahre alt, aber wenn sie spricht, klingt es nach jugendlicher Begeisterung. Das ist umso verwirrender, weil sie gerade von ihrer Arbeit - ihrer "Berufung" - erzählt: Sie ist eine Dienerin Gottes. Also ist Jesus quasi ihr Chef. Und sie selbst dazu da, seinen Auftrag zu erfüllen, mit jeder Sekunde ihres Lebens.

"Für Gott anderen Menschen zu dienen. Das ist meine Aufgabe", sagt Majella Lenzen, und sie sagt es mit einer Überzeugung, die man wohl nur erreicht, wenn die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des eigenen Daseins über Jahrzehnte gereift ist. Majella Lenzen ist ein Mensch, der genau weiß, wozu er auf der Welt ist.

Mehr als vierzig Jahre war sie katholische Missionsschwester; dreiunddreißig davon verbrachte sie in Ostafrika. Sie hat Krankenhäuser geleitet, bei Operationen assistiert, Medikamente beschafft und verteilt. Sie hat Menschen ins Leben und in den Tod begleitet, Patienten von der westlichen Medizin überzeugt, ein Aidszentrum aufgebaut und einhei-mische Krankenschwestern ausgebildet. Bis zu jenem Ereignis, das sie rückblickend ihren "Aids-Tod" nennt: Im Januar 1992 verteilt sie in den Slums von Morogoro, Tansania, Kondome an Prostituierte. Eine Nonne, die sich mit Huren und Verhütungsmitteln abgibt - das ist zu viel für die katholischen Amtsträger. Die Vorgesetzten beginnen ein mehrjähriges Verfahren, mit dem sie aus der Ordensgemeinschaft ausgeschlossen wird. "Caput" heißt das auf lateinisch. Majella Lenzen wurde "geköpft". Ein Wort, das nur intern fiel. Offiziell hat sie, wie jede Nonne, den Orden freiwillig verlassen.

Dass die katholische Kirche im Inneren oft anders kommuniziert, als sie es nach Außen klingen lässt, ist einer von vielen Punkten, die Majella Lenzen heute "Heuchelei" nennt. "Kommunikationsschwierigkeiten" waren dann auch der offizielle Grund für ihre Entlassung. "Mit dem, was für meine Arbeit notwendig war, bin ich immer wieder an die Grenzen der kirchlichen Moral gestoßen", sagt sie. Und war damit sie nicht die einzige. "Ich habe erlebt, wie Pfarrer entpflichtet wurden. Wie ein Bischoff aus Südafrika unter Tränen bekannt hat, dass er nicht weiß, wie er helfen soll, wenn die Kirche Kondome verbietet."

Bei seiner letzten Afrikareise im März sprach Papst Benedikt davon, dass Kondome das Aids-Problem verschlimmerten. Helfen könne nur "spirituelles und menschliches Erwachen". Worte, die in der Praxis wenig bringen. "Jeder weiß, dass Kondome nicht die alleinige Lösung sind. Aber wenn die Kirche Kondome verbietet, redet sie den Menschen ein schlechtes Gewissen ein. Mit Sexualität hatte die Kirche schon immer Probleme. Und das Schlimme ist, dass sie sie mit Schuld verknüpft. So werden Scham, Schweigen und Heimlichtuerei genährt. Das sind die Dinge, die die Problematik verschlimmern."

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Wie die katholische Kirche versucht, ihre Nonnen unter Kontrolle zu halten

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KOMMENTARE (10 von 12)
 
Redaktion (09.09.2009, 12:00 Uhr)
@cps1
Liebe/r cps1,

Weder Recherchen noch persönliche Gespräche mit Majella Lenzen haben bei uns den Eindruck erweckt, dass Frau Lenzen daran gelegen sein könnte, die Arbeit der Ordensschwestern in Afrika zu diffamieren. Ihre Kritik richtet sich nicht gegen das Ordensleben an sich. Sondern gegen gewisse Kommunikationsstrukturen und Dogmen innerhalb der katholischen Kirche, die sich in ihrer Ansicht nach nachteiliger Weise auch auf das Ordensleben auswirkten. Regeln, mit denen Frau Lenzen in Konflikt geriet, weil sie sich sowohl in ihrer persönlichen Entwicklung als auch in ihrer täglichen Arbeit behindert fühlte. Ihr Ausscheiden aus dem Ordensleben beschreibt Majella Lenzen als einen schmerzvollen Prozess, dem viele Dinge ? darunter auch persönliche Kränkungen ? zu Grunde lagen. Dass ihr seitens des Ordens andere Aufgabenfelder angeboten wurden, verschweigt sie in ihren Darstellungen ebenso wenig wie die Umstände ihrer Abwahl als Provinzoberin oder ihre Bitte um Sonderurlaub. Dass sie die von übergeordneter Stelle geäußerte Kritik an ihrer Arbeit als ungerecht und die ihr angebotenen Arbeitsaufgaben als nicht angemessen empfand, gehört zu den Dingen, die sie unseren Recherchen zufolge nachvollziehbar und plausibel als ?Mobbing? zusammenfasst. Bezüglich ihrer finanziellen Situation: Frau Lenzen behauptet nicht, dass für sie keine Sozialabgaben oder Krankenkassenbeiträge gezahlt wurden. Sie weist jedoch darauf hin, dass dies in der Regel trotz jahrzehntelanger Vollzeitarbeit nur nach dem niedrigsten Satz geschieht und Nonnen daher nach einem Ordensaustritt ein Leben am Existenzminimum droht. Die erwähnte Zusatzrente wurde Frau Lenzen über einen Rechtsanwalt gewährt. Insgesamt verzichtet Frau Lenzen auf jegliche Schuldzuweisung oder Anklage, sondern plädiert auf der Basis ihrer persönlichen Erfahrungen und Gedanken für eine offenere Kirche.

Herzliche Grüße,

Andrea Ritter
Redaktion stern
cps1 (07.09.2009, 16:58 Uhr)
Stellungnahme
Stellungnahme der Missionsschwestern von Kostbaren Blut zu Pressemitteilungen und Buchveröffentlichung von Majella Lenzen: ?Das möge Gott verhüten?

?Wenn alle schweigen, wird sich nie etwas ändern? (siehe Rückseite des genannten Buches).
Heute wie vor 13 Jahren, als Frau Lenzen erstmalig an die Medien ging, haben wir uns aus Rücksicht auf die Betroffene mit Gegendarstellungen weitgehend zurückgehalten. Ferner gab es in diesen 13 Jahren Gespräche zwischen der Ordensleitung und Frau Lenzen, deren Ausgang wie eine Klärung erschien. Eine erneute Veröffentlichung ist daher für uns schwer nachvollziehbar. Wir möchten klären:

Majella Lenzen sagt, sie sei aus dem Orden entlassen worden bzw. gezwungen worden, diesen zu verlassen, weil sie Kondome verteilt habe.
Fakt ist: Der befristete Arbeitsvertrag mit der Diözese Moshi, Tansania, in der sie im Rahmen der Gesamtgesundheitsfürsorge als ?Aids-Koordinatorin? tätig war, lief Ende 1993 aus und wurde vom Bischof der Diözese nicht erneuert. Die Nichterneuerung des Arbeitsvertrages hat keinerlei Wirkung auf die Mitgliedschaft in unserer Ordensgemeinschaft.

Frau Lenzen sagt und schreibt, dass sie als Provinzoberin in Simbabwe ?abgewählt? worden sei, obwohl sie sehr viel Zuspruch erfahren habe. Fakt ist: Die Amtszeit einer Provinzoberin endet turnusmäßig nach 5 Jahren. Die Mehrzahl der Schwestern ihrer Provinz sprach sich nicht für eine zweite Amtszeit von Sr. Maria-Lauda aus. Die Ordensleitung hat dem Wunsch der Schwestern entsprochen. Daraufhin bat Sr. Maria-Lauda um eine Auszeit, um ihren Beruf und ihre geistliche Berufung zu klären, welche ihr gewährt wurde.

Frau Lenzen sagt und schreibt in ihrem Buch, dass die damalige Generaloberin ihr gesagt habe, sie habe keine Verwendung mehr für sie. Fakt ist: Frau Lenzen hat mehrere Angebote bekommen, in denen sie sich mit ihrem Fachwissen und ihrer Kompetenz gut hätte einbringen können (u.a. bei ?Solwodi?). Sie lehnte alle Angebote ab.

Frau Lenzen spricht von Mobbing. Fakt ist: Sr. Maria-Lauda bat nach der Nichterneuerung des Arbeitsvertrages1993 um Sonderurlaub zur Pflege ihrer Mutter, der ihr gewährt wurde. Trotz mehrmaliger mündlicher und schriftlicher Bitte kehrte sie nicht mehr in eine unserer Gemeinschaften zurück. Zu keiner Zeit hat die Absicht bestanden, sie aus unserer Ordensgemeinschaft zu entlassen.

Immer wieder veröffentlicht Frau Lenzen, dass keine Sozialabgaben und keine Krankenkassenbeiträge für sie bezahlt wurden. Fakt ist: Frau Lenzen erhielt in ihrem Sonderurlaub monatlich angemessene finanzielle Zuwendungen für ihren täglichen Lebensunterhalt. Alle weiteren anfallenden Kosten trug weiterhin die Ordensgemeinschaft. Frau Lenzen war sowohl in einer gesetzlichen, als auch in einer privaten Zusatzversicherung rentenversichert und nach ihrem Ausscheiden wurde ihre Krankenversicherung ein halbes Jahr weiter für sie gezahlt. Außerdem erhielt sie eine angemessene Summe als Hilfe für den Einstieg in ihre neue Lebenssituation. Heute erhält Frau Lenzen eine Rente, die sich in dem finanziellen Rahmen bewegt, wie jemand, der 30-40 Jahre erwerbstätig war.

Frau Lenzen sagt und schreibt, dass es sie schmerzt, dass ihr Name in der Gemeinschaft nicht mehr ausgesprochen werden dürfe und ehemalige Mitschwestern sie nicht mehr grüßten. Fakt ist: Mitschwestern, die versuchten, auch nach dem Austritt von Frau Lenzen Kontakt mit ihr zu halten oder aufzunehmen, wurden von ihr abgewiesen.

Am Ende ihres Buches bedauert Frau Lenzen, dass sie immer wieder in ihrem (Ordens-)Leben behindert wurde, ?so dass der Durchbruch zu einer Karriere nie gelang?. Fakt ist: Viele unserer Missionsschwestern, gestandene und selbstbewusste Frauen, arbeiten mit hohem Engagement aus christlicher Überzeugung vor allem in Südafrika, Simbabwe, in Mosambik, im Kongo und auch in Ostafrika in der Aids-Prävention, sowie in der Sorge um und in der Pflege für Aids-Kranke und deren Familien. Dass ihr selbstverständlicher und unermüdlicher Einsatz, der den Menschen vor Ort und nicht der eigenen Karriere dient, nicht diffamiert wird, ist uns ein Anliegen. Deshalb wollten wir hier den ?Erinnerungen? und der ?persönlichen Meinung, die sich durch subjektive Empfindungen gebildet hat? (Majella Lenzen auf der Buch-Innenseite) einige objektive Fakten gegenüberstellen.
ezechel (04.09.2009, 08:28 Uhr)
Hochachtung für diese Frau!
? Majella Lenzen ist nur ein weiters Beispiel dafür dass Glaube nicht gleich Kirche ist.
Jeder Anhänger dieser Institution, trägt dazu bei dass der Kampf gegen AIDS nicht gewonnen werden kann.
Ein an AIDS erkranktes Kind in Afrika ? möglicherweise Folge missglückter Enthaltsamkeit ? werden weder archaische Sonntagsmessen in Latein noch weltfremde päpstliche Enzykliken von seinem Leid befreien.
Ein Kirchenaustritt ist keine Glaubens- sondern eine Gewissensfrage.
Stabo (03.09.2009, 19:33 Uhr)
Eine bewundernswerte Frau
Opfer einer dialogunwilligen und dialogunfähigen Kirche

Majella Lenzen ist eine Frau, die aus tiefster innerer Glaubensüberzeugung das jesuanische Vorbild zu leben versucht hat. Sie hat ? bedingt durch die von ihr in jungen Jahren verinnerlichte Konzilsaufbruchstimmung ein Glaubens- und Kirchenverständnis gewonnen, das nicht durch stures und starres Festhalten am Bisherigen orientiert war, sondern geprägt war von einer von ihr und der Mehrheit der Konzilsvertreter so empfundenen Aufbruchstimmung mit einem Traditionsverständnis, das nicht die Asche bewahren, sondern das von Jesus in die Welt gebrachte Feuer weiter zum Erleuchten bringen wollte.

Die katholische Kirche ? das auf dem Weg befindliche Volk Gottes ? muss immer wieder gemeinsam über den einzuschlagenden Weg neu reflektieren. Ein Rückblick auf 2000 Jahre Kirchengeschichte ist ein lebendiger Beweis für diese Aussage. Immer wieder gilt es die Frage nach einem ?Heutig-werden? zu aktualisieren; die unaufgebbare jesuanische Botschaft verlangt immer wieder nach einer kreativen Neuübersetzung in die Sprache der jeweiligen Gegenwart. Ein ?aggiornamento? ist und bleibt unverzichtbar ? nicht nur im Bereich der Sprache, sondern auch im Bereich der geistlich-liturgischen Vollzüge. Das Wort ?aggiornamento? bedeutet keineswegs Anpassung, wie es gelegentlich fälschlicherweise übersetzt wird, sondern das Bemühen, die Kirche so auf die ?Höhe des Tages? zu bringen, dass die Botschaft des Evangeliums die Menschen unserer Zeit erreicht.

Die katholische Kirche am Beginn des 3. Jahrtausends wird der Frage nicht ausweichen können, wie sie mit ihren Traditionen umzugehen gedenkt. Wollen wir diese Traditionen nicht einer veränderten Welt preisgeben, müssen wir sie mutig neu interpretieren.

Das von Johannes XXIII. einberufene Konzil wollte eine grundsätzliche Bereitschaft zur Erneuerung wecken, die die Herausforderungen der sich ständig ändernden Welt zur Kenntnis nimmt und sich ihnen stellt. So heißt es in der Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute: Die Kirche soll sich ?unter der Führung des Heiligen Geistes unaufhörlich erneuern? (GS 21). Sie hat ?die Pflicht, nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten? (GS 4).

Papst Johannes XXIII. war von diesem Gott, der im Aufbruch uns Menschen von heute leiten und segnen möchte, überzeugt: ?Dieser (Gott) verfolgt mit dem Ablauf der Zeiten, durch die Werke der Menschen und meist über ihre Erwartungen hinaus sein eigenes Ziel, und alles, auch die entgegen gesetzten menschlichen Interessen, lenkt er weise zum Heil der Kirche." Dieses Vertrauen bietet uns Gott immer wieder neu an ? wir müssen nur bereit sein, in aktiver Mitgestaltungsbereitschaft uns ihm demütig anzuvertrauen.

Bestehen wir auf bloßem Konservieren der spezifischen Lehr- und Lebensgestalt von Kirche aus einer bestimmten geschichtlichen Epoche, reduzieren wir uns selbst zur irrelevanten Sekte. Gerade angesichts der Funktion von Traditionen, nämlich Sicherheit zu geben und Identität zu stabilisieren, ist es entscheidend, die Tradition ? orientiert an ihren Grundsätzen ? immer wieder neu zu denken und sagen. Solche Grundsätze werden in der Jesus-Tradition deutlich, in der Barmherzigkeit und Vergebungswille Gottes die Thora-Anwendung Jesu leiten und die Gemeinschaft der Menschen so konstituieren, dass Ausgrenzungen überwunden und Spaltungen geheilt werden.

Wo Traditionen in unseren Lebensbereichen Grenzen untereinander ziehen und das Miteinander erschweren, wo alte Vorbehalte Gemeinschaft zerstören und Regeln über menschlicher Not stehen, müssen wir neue Auslegungen der Tradition wagen. Wir haben uns zu fragen, welchen Stellenwert wir den Grundsätzen Jesu in unserem persönlichen Umgang miteinander und bei der Gestaltgebung von Kirche einzuräumen bereit sind.

Paul Haverkamp, Lingen




mireille (03.09.2009, 18:25 Uhr)
@lazarus06
Na, solch ein Kommentar von jemandem, dessen nickname absolut biblisch ist...
AliceWalsh (03.09.2009, 17:55 Uhr)
Massenmord
Durch die Verweigerung mit der Zeit zu gehen ist die Katholische Kirche fuer mich zum Massenmoerder geworden. Wir leben schliesslich nicht mehr im Mittelalter. Und mit dem neuen erzkatholischen Papst der jetzt an der Macht ist wird es nur noch schlimmer. Auch ich bin froh dass ich schon als Kind gemerkt habe wie scheinheilig die Katholische Kirche ist. In der Oeffentlichkeit gegen Homosexuelle zu wettern aber gleichzeitig ihre Mitarbeiter schuetzen die sich an Kinder vergreifen, pfui Teufel!
lazarus06 (03.09.2009, 15:15 Uhr)
@mireille Sagen Sie..... wo bitte leben Sie ?
Was hier im Namen des Herrn abgeliefert wird ist wohl die Kroenung. Und naeher betrachtet war es das immer.Der Kirche ging es schon immer um Kapital und Macht ...das Seelenheil ihrer Schaefchen ging ihr schon immer an der Hose vorbei. Daher sollen die Wuerdentraeger aufhoeren scheinheilig daher zu reden.
mireille (03.09.2009, 14:05 Uhr)
Was soll sich denn nicht alles ändern?
Die katholische Kirche wäre nicht mehr die katholische Kirche, wenn sie ihren Prinzipien nicht treu bliebe. Würden sich sämtliche Religionen an unsere moderne Zeit anpassen (die sich doch nun wohl immer schändlicher und verwerflicher entwickelt), gäbe es weder Glaube, noch Religion. Würde sich jeder Mensch seiner Religion entsprechend, sei es das Christentum oder der Islam, etc. verhalten, gäbe es weder Diskussionen um Kondome, noch eine Nonne, die "gefeuert" wird, weil sie gerade eben solche unters Volk bringt. Da es aber nicht so ist, finde ich es gut, dass diese Frau so viel Hilfe leistet, aber jeder sollte helfen um des Helfens willen und nicht mit der Vorstellung etwas an der großen Institution Kirche zu ändern.
Doban (03.09.2009, 08:54 Uhr)
"Gott" sei Dank...
...das es auch in der katholischen Kirche noch Menschen mit Verstand gibt. Die Einstellung der katholischen Kirche zum Thema Aids läßt einen die Haare zu Berge stehen, "gehet hin uns mehret Euch!"? In welchem Jahrhundert leben wir noch gleich? Die Einstellung des Vatikans zu Homosexualität, Zölibat und Ehe spricht ebenfalls für sich.
Man kann Frau Lenzen bei Ihrem Kamof gegen die katholischen Windmühlen nur alles Gute wünschen, denn zwischen Glaube und Blindheit liegt manchmal eben nur ein haaresbreiter Unterschied.
Buntklecks (03.09.2009, 08:53 Uhr)
Die Kirche verliert
Tatsächlich hat das Kondom Verbot damit zu tun das es der Kirche nur um Fortpflanzung geht. Sex ist nur erlaubt wenn's Kinder gibt.
Ganz einfach.
Weiter denken tut die katholische Kirche nicht. Jede andere sexuelle Betätigung ist verboten. (Und dann ist es egal ob es Hetero oder Homo ist.)
Aber Menschen sind so eben nicht gestrickt, da kann die Kirche niemals gewinnen, der liebe Gott hat uns eben anders geschaffen.
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