Terra Xplore: Ist Mama die Beste? Mit Rhea Harder-Vennewald
Von stabilen Bindungen und tiefen Verletzungen

  • von Rupert Sommer
Diskutieren zeitgemäße Vorstellungen von der Rolle der Eltern (von links): Leon Windscheid, Nina Bott und Rhea Harder-Vennewald.
Diskutieren zeitgemäße Vorstellungen von der Rolle der Eltern (von links): Leon Windscheid, Nina Bott und Rhea Harder-Vennewald.
© ZDF/Marius Fuchtmann

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Eine eindrucksvolle Doku: Mutterliebe ist keine Garantie für eine funktionierende Beziehung, ebenso wenig ist ihr Fehlen automatisch ein persönliches Scheitern. Unter anderem erzählen hier die Schauspielerinnen Rhea Harder-Vennewald und Nina Bott aus ihrem Leben.

In der neuen Ausgabe von "Terra Xplore" geht Psychologe Leon Windscheid einer der emotional aufgeladensten Beziehungen überhaupt nach: der zwischen Mutter und Kind. Unter dem Titel "Ist Mama die Beste?" stellt die Sendung die Frage, was Muttersein heute wirklich bedeutet und wie stark uns unsere Mütter prägen. Im Fokus steht ein persönliches Gespräch mit Rhea Harder-Vennewald, die seit vielen Jahren in der ZDF-Serie "Notruf Hafenkante" zu sehen ist und privat Mutter von drei Kindern ist.

Die Schauspielerin spricht offen über die Herausforderungen zwischen Beruf und Familie, über emotionale Nähe, aber auch über Erschöpfung und Erwartungsdruck. Dabei beschreibt sie den Anspruch, im Spannungsfeld von Dreharbeiten und Familienalltag "gut genug" sein zu müssen.

Nina Bott erzählt von den Süchten ihrer Mutter

Auch Nina Bott kommt zu Wort. Die vierfache Mutter blickt im Gespräch mit Leon Windscheid auf ihre eigene Kindheit zurück, die von der Suchtproblematik ihrer Mutter geprägt war. Sie schildert, wie diese Erfahrung zugleich von Liebe, Verantwortung und Überforderung bestimmt war – und wie sich ihr Blick auf die eigene Mutter im Laufe der Zeit verändert hat.

Die Sendung stellt dabei gängige Vorstellungen von Mutterliebe infrage. "Mutterliebe gilt als bedingungslos und einfach da. Doch Mutterliebe ist kein Naturgesetz", sagt die Psychologin Helga Krüger-Kirn. Überhöhte Ideale und gesellschaftliche Erwartungen führten dazu, dass Mütter sich häufig unter enormen Druck setzen. Oft unnötig.

Besonders eindrücklich ist ein Studioexperiment, in dem zwölf Mütter, Töchter und Söhne miteinander ins Gespräch kommen. Hier werden Gefühle ausgesprochen, die sonst oft unausgesprochen bleiben: Dankbarkeit, Enttäuschung, Loyalität, aber auch Erfahrungen mit Kontaktabbrüchen, Gewalt oder Traumata. Die Gespräche machen deutlich, wie unterschiedlich Mutter-Kind-Beziehungen verlaufen können – von stabiler Bindung bis hin zu tiefen Verletzungen.

Terra Xplore: Ist Mama die Beste? Mit Rhea Harder-Vennewald – So. 10.05. – ZDF: 17.30 Uhr

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