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14. Mai 2011, 18:42 Uhr

Tilda Swinton "Needs to Talk About Kevin"

Nachdenklicher Filmstoff in Cannes: In "We Need to Talk About Kevin" spielt Tilda Swinton eine Mutter, deren Sohn in der Schule Amok gelaufen ist.

Beim Filmfestival in Cannes hat Schauspielerein Tilda Swinton am Donnerstag ein eindringliches Familiendrama vorgestellt. Verstörend, aber einprägsam zeigte sich der Wettbewerbsbeitrag der schottischen Regisseurin Lynne Ramsay. In "We Need to Talk About Kevin" erzählt sie von Eltern, deren Sohn in der Schule Amok gelaufen ist und zahlreiche Jugendliche getötet hat. Während der Vater (John C. Reilly) mit der Zeit aus dem Blickfeld gerät, fokussiert das Werk vor allem auf die Frau.

Die 50-jährige Tilda Swinton ("Orlando", "The Beach") spielt diese verzweifelte Mutter mit ungeheurer Intensität, wobei die innere Zerrissenheit und Getriebenheit stets in ihrem Gesicht ablesbar ist. Sie habe so ein Drama personalisieren wollen, sagte Regisseurin Ramsey. Ihr Film versucht daher auch zu ergründen, wie der Sohn Kevin zum Massenmörder wurde - und flüchtet sich da etwas zu sehr in simple Erklärungsmuster. Denn eine nicht liebende Mutter als Ursache für einen Amok laufenden Sohn scheint doch etwas zu kurz gegriffen. Dennoch hinterließ das Werk unter anderem wegen seiner eindringlichen Bilder einen starken Eindruck.

DPA
 
 
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