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Der Wiener "Tatort"-Ermittler Moritz Eisner wird nach Tirol beordert, wo er sich unwillig mit einem ein Jahr alten Mordfall abplagen muss. Für viele Dorfbewohner steht der Täter bereits fest.
Zum 60. Mal wird am Freitagabend in Berlin der Deutsche Filmpreis verliehen. Trotz einiger Neuerungen hat die Gala wieder beste Chancen, ihrem Alter gerecht zu werden.
Cannes hat gewählt. Michael Hanekes deutsch-österreichischer Film "Das weiße Band" über das Leben in einem deutschen Dorf vor Beginn des Ersten Weltkriegs hat die Goldene Palme gewonnen. Größter Star des Festivals und des Abends war aber Christoph Waltz.
Vielfach wurde er in Cannes dekoriert. Nun bekam der Österreicher Michael Haneke den Hauptpreis der Filmfestspiele. Die Goldene Palme erhielt er für einen deutschen Film. Zum besten Schauspieler wurde ebenfalls ein Österreicher gekürt.
Mörder, Dichter, Fußballer und paranoide Ehemänner sind in Cannes schon über die Leinwand gerannt. Stars wie Mariah Carey und Monica Bellucci über den roten Teppich. Wild diskutiert wird über Lars von Triers pornografische Gewaltorgie "Der Antichrist". Halbzeit beim Filmfest - es kommt noch einiges auf uns zu.
Wenn am 24. April der Deutsche Filmpreis verliehen wird, hat Uli Edels RAF-Film doch noch eine Chance auf eine Trophäe. Auch der Sex im Alter in "Wolke 9" wurde nominiert. Favorit ist jedoch eine ganz andere Geschichte.
Bleierne Düsternis im "Tatort": Eine ermordete Lobbyistin, eine verzweifelte Mutter, die ihr schwer leidendes Kind erlösen will, und ein Anwalt, der Geschäfte mit dem Tod macht. Ulrike Folkerts als Lena Odenthal sieht man sogar weinen - "Der glückliche Tod" litt an Betroffenheitspathos.
Vor zehn Jahre schockte Michael Haneke das europäische Publikum mit "Funny Games". In die Ferienhaus-Idylle einer Urlauberfamilie brechen zwei junge Männer ein und beginnen mit einem perfiden Spiel. Nun hat Haneke den Gewalt-Thriller für den US-Markt neuverfilmt und die Hauptrollen mit den Hollywood-Stars Tim Roth und Naomi Watts besetzt.
Heinz Strunks Bestseller darüber, wie er als Saxophonist einer Showband in den 80er Jahren durch öde Dorfdiscos tingelt, ist rasend komisch. Obwohl für die Verfilmung Top-Schauspieler, trashig-authentische Ausstattung und echte Kneipen als Kulissen gewählt wurden, geht der Film nicht unter die Haut.
Ulrich Mühe ist gestorben. Der Schauspieler verkörperte in dem Oscar-prämierten Film "Das Leben der Anderen" einen Stasi-Offizier. Mühe selbst litt zeitlebens unter den Lebensbedingungen in der ehemaligen DDR. Er starb an Magenkrebs und hinterlässt eine Frau und fünf Kinder.
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