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"Tatort": Inspektor Eisner jagt den "Teufel vom Berg"

Der Wiener "Tatort"-Ermittler Moritz Eisner wird nach Tirol beordert, wo er sich unwillig mit einem ein Jahr alten Mordfall abplagen muss. Für viele Dorfbewohner steht der Täter bereits fest.

Im Sommer macht die ARD-Krimireihe "Tatort" immer einen Abstecher nach Tirol. In dem Fall "Der Teufel vom Berg" muss Chefinspektor Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) auf eine Kommissarin an seiner Seite verzichten und ist weitgehend allein auf sich gestellt. Denn Eisner tritt jetzt in seiner neuen Funktion als Ermittler einer österreichweit agierenden Sonderkommission des Innenministeriums auf.

"Major Eisner ist zur Bundeskriminalabteilung versetzt worden, einer Institution, die in Österreich wirklich neu geschaffen wurde und es bestimmten Sonderkommissionen ermöglicht, bundesweit zu arbeiten", sagt Krassnitzer. "Es ist eine Art Beförderung." Für die Rolle des "Teufels vom Berg" verpflichteten die ARD und der österreichische ORF Ulrich Tukur. In weiteren Rollen spielen Susanne Lothar und der gebürtige Kärntner Robert Stadlober mit.

Druck aus dem Innenministerium

Eisner muss sich unwillig mit einem ein Jahr alten, ungeklärten Mordfall abplagen. Eigentlich ist er schon mit seiner neuen Freundin auf dem Abflug in den Griechenland-Urlaub. Doch seine Vorgesetzten im Wiener Innenministerium stehen unter großem Erfolgsdruck. Denn Dieter Klose (Paul Wolff-Plotegg), der Ehemann des Mordopfers und Chef einer Glasfabrik in der Wildschönau, droht mit der Schließung seines Werkes und der Entlassung der Beschäftigten, sollte der Mörder seiner Frau Julia nicht innerhalb von zwei Wochen gefasst werden.

Die Schwangere war in der Nähe ihres Bauernhofs in den Tiroler Bergen mit einer Angelschnur erdrosselt aufgefunden worden. Eisner fährt schließlich doch nach Hochbrunn und quartiert sich inkognito als Mieter im Haus der ermordeten Julia Klose (Michaela Gufler) ein. Wie für viele Dorfbewohner steht auch für den Fabrikbesitzer der Täter bereits fest: Es ist der ebenso zynische wie exzentrische Kunstmaler Georg Hochreiter (Ulrich Tukur) - der "Teufel vom Berg". Nicht zuletzt deshalb, weil der Künstler ganz freimütig erzählt, dass er seine Schwägerin Julia umgebracht hat - obwohl ihm seine Frau Andrea (Susanne Lothar) für die Tatzeit ein Alibi gegeben hat.

Krassnitzer spielte zum ersten Mal mit Susanne Lothar zusammen. Die gebürtige Hamburgerin, Tochter von Ingrid Andree und Hanns Lothar, entwickelt im Film eine "zarte Liebesbeziehung" zum Polizisten Eisner, die gar nicht im Drehbuch von Felix Mitterer vorgesehen war. "Diese Sehnsucht nach dem Kommissar ist während der Proben entstanden", sagt Lothar. Für das Privatleben der beiden Darsteller hat diese Entwicklung keine Rolle gespielt: Lothar ist mit dem Kollegen Ulrich Mühe verheiratet, Krassnitzer mit der Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer liiert.

DPA / DPA