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7. Februar 2011, 19:44 Uhr

Gitarrist Gary Moore stirbt in spanischem Hotel

Die Rockwelt trägt Trauer: Gary Moore ist tot. Seine Leiche wurde in einem Hotelzimmer an der spanischen Costa del Sol gefunden. Er galt als einer der besten Gitarristen seiner Zeit - und war die Seele der irischen Band Thin Lizzy.

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Hingabe an der Gitarre: So wird Gary Moore den Rockfans in Erinnerung bleiben© Marten van Dijl/DPA

Der Rock- und Blues-Gitarrist Gary Moore ist tot. Er starb im Alter von 58 Jahren im Zimmer eines Luxushotels in seinem spanischen Urlaubsort an der Costa del Sol, wie der Sender Sky News am Sonntag unter Berufung auf Moores Management berichtete. Wahrscheinlich ist er eines natürlichen Todes gestorben. Dies sei das vorläufige Ergebnis der Autopsie der Leiche, verlautete am Montag aus Justizkreisen in der südspanischen Hafenstadt Málaga.

Die spanischen Behörden machten keine näheren Angaben zur genauen Todesursache. Spekulationen in einer britischen Boulevardzeitung, wonach der Musiker am Abend vor seinem Tod heftig Alkohol getrunken haben soll und an seinem Erbrochenen erstickt sein soll, wurden zunächst nicht bestätigt.

Im Gegenteil: Der Musiker sei nicht wie viele seiner Kollege ein Opfer des Rock-'n-Roller-Lebens mit viel Alkohol und Drogen geworden, hieß es aus seinem Umfeld. "Er war ein gesunder Kerl", sagte sein Kollege Eric Bell der BBC. Moores Kollege und langjähriger Mitstreiter Brian Downey reagierte geschockt. "Ich kann noch nicht glauben, dass er nicht mehr da ist", sagte er. Moores Nachfolger als Thin-Lizzy-Gitarrist, Scott Gorham, sagte: "Es war eine Ehre, mit ihm auf der Bühne gestanden zu haben."

Moore stammte aus Belfast in Nordirland. Er war zuletzt als Sänger und Solo-Gitarrist erfolgreich und mehrmals auch auf Deutschland-Tournee. Besser bekannt war er aber als Mitglied der irischen Rockgruppe Thin Lizzy, die er mehrmals verlassen hatte, zu der er aber mehrmals auch wieder zurückkehrte.

Gary Moore arbeitete schon 1969, im Alter von erst 16 Jahren, mit Thin-Lizzy-Frontmann Phil Lynott zusammen. 1972 gründete Moore seine eigene Band und sang auch. Deren einziges Album "Grinding Stone" - im Jahr 1973 veröffentlicht - wurde jedoch kein Erfolg und Moore kehrte - zumindest für kurze Zeit - zu Lynott und Thin Lizzy ("The Boys are Back in Town", "Whiskey in the Jar"), zurück. In den Jahren danach arbeitete er viel als Studiomusiker.

Während seiner Solokarriere wechselte der frühere Hardrock- und Heavy-Metal-Gitarrist mehrmals die Stilrichtung. Zunächst kehrte er zu seinen Blues-Wurzeln zurück, ehe er Ende der 90er Jahre viele Drum n'Bass-Rhythmen spielte.

kng/DPA
 
 
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