Niemand hat den Minijobber aus Karlsruhe ernst genommen, am Ende wurde Pietro Lombardi zum Superstar 2011 gekürt. Im Interview mit stern.de spricht der 18-Jährige über seine musikalischen Anfänge und seine Zukunft mit Freundin Sarah Engels.

Hat allen Grund zum Jubeln: Pietro Lombardi aus Karlsruhe ist der neue Superstar der DSDS-Castingshow© Rolf Vennenbernd/DPA
Ich hab' genauso geschlafen wie immer. Wenn ich schlafe, schlafe ich, da denk' ich nicht viel nach. Jetzt ist aber keine Angst mehr da, sich jeden Samstag fragen zu müssen: "Komm ich weiter oder komm ich nicht weiter?" Auf der Aftershow-Party war viel Presse da, aber ich hatte auch Zeit, mit meinen Freunden und meiner Familie zu reden.
Der erste Traum ist auf jeden Fall, das zu machen, was ich liebe – die Musik. Ich will den Leuten beweisen, die nicht an mich geglaubt haben, dass ich doch was kann.
Überraschung!
Die, die sie schon immer gespielt hat. Das haben wir gestern in der Sendung ja schon angesprochen. Dieter (Bohlen, die Red.) sagt, sie kommt mit ins Studio. Sonst hab ich echt noch keine Ahnung, wie das funktionieren wird. Ob mich jemand bei meinen Terminen begleiten darf, ob ein bester Freund mitkommen darf, das weiß ich alles noch nicht.
Ich denke, mein Album wird von allem etwas haben, von jeder Musikrichtung wird was dabei sein. Ich hoffe, es wird R'n'B drauf sein, ich singe aber auch gerne langsame Lieder. Privat höre ich eben gerne R'n'B und alte Balladen.
Singen tu ich noch nicht lange. Vor ungefähr zweieinhalb Jahren hab ich auf Musik umgeschaltet, davor gab's nur Fußball, Fußball - ich wollte Profi werden. Irgendwann kam dann die Musik ins Spiel und ich hab auch früh genug gemerkt, dass ich das machen will. Meine Freunde haben mich dann auf die Idee gebracht, zum DSDS-Casting zu gehen.
Nein, das hat eigentlich gar keinen Grund. Die Cap ist einfach mein Markenzeichen. Ich wollte von Anfang an der bleiben, der ich bin und der ich war, und ich bin eben der mit der Cap, das war ich schon vorher.
Gute Frage. Also, ich übe. Mir hat diese Woche gereicht, um drei Lieder zu lernen. Von Sonntag bis Samstag, das war für mich genau richtig, weniger Zeit wäre schwierig. Meine Technik beim Textlernen: Ich guck mir den Text gar nicht an, ich lerne das Lied auswendig über meinen MP3-Player.
Ich hab keine Schmerzen. Der Arzt hat gemeint, es darf nichts Festes oder so darauf kommen, aber ich mache mir da keinen Kopf. Ich spiele ja nicht mehr Fußball. Tanzen und Springen geht, es darf nur kein Schlag dagegen kommen, wie bei dem Unfall mit Ardian Bujupi ...
Nein, man bekommt ja hier gar nichts mit. Ich weiß nicht, wie die Leute in Karlsruhe reagiert haben. Das "Supertalent" kommt ja auch aus Karlsruhe (Anm. d. Red.: Freddy Sahin-Scholl, der Mann mit den zwei Stimmen), und jetzt der "Superstar". Das kommt mir ein bisschen komisch vor, ist aber auch schön. Also Karlsruhe ist, also weißt du …
Genau.
Wann ich wieder nach Hause kann, weiß ich nicht. Morgen ist erst mal der Videodreh, dann RTL Punkt 6 und RTL Punkt 9. Am Mittwoch kommen dann Let's Dance und stern.TV. Und was danach kommt, das wird mir dann gesagt. Ach ja, genau: Mein Album muss ich natürlich aufnehmen.
Ich will gar nicht an einen Plan B denken, ich will einfach so weit kommen, wie es geht. So lange mich die Leute wollen, will ich da mitmachen. Nicht nur eine Single und dann Tschüß. Ich will da sein, ich will oben sein, auf jeden Fall. Das ist mein Traum. Ich will nicht nur ein Superstar sein, sondern schon in die Fußstapfen von Mark Medlock treten.