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13. Januar 2012, 10:25 Uhr

Blue Ivy Carter wird kein "Million Dollar Baby"

Kassierten Promis in der Vergangenheit Millionen für erste Fotos ihrer Neugeborenen, so müssen sich Beyoncé und Jay Z wohl mit den Folgen einer anhaltenden Wirtschaftskrise abfinden. Kaum ein Magazin will für ein Babybild heute noch zweistellige Millionenbeträge zahlen. Von Frank Siering, Los Angeles

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Jay Z und Beyoncé gehören zu den berühmtesten frisch gebackenen Eltern. Experten glauben aber nicht, dass sie ähnliche Summen wie zum Beispiel Brad Pitt und Angelina Jolie für Exklusivbilder ihres Babys kassieren können© Stan Honda/Files/AFP Photo

Zehn Millionen Dollar! Soviel sollen "People Magazine" und "Hello!" im gemeinsamen Paket einst für die ersten Babyfotos der Brangelina-Zwillinge Knox Leon und Vivienne Marcheline ausgegeben haben. Sechs Millionen Dollar sollen es noch gewesen sein, als Jennifer Lopez und Marc Anthony ihre Babyfotos an das meistbietende Heft verscherbelten.

Bis heute hat "People Magazine" diese Summe nicht bestätigt, aber im hart umkämpften Promi-News-Markt ist es seit Jahren üblich, horrende Summen für exklusive Fotos zu zahlen. Aber auch Hollywood steckt in einer Wirtschaftskrise. Und der Markt für Baby-Fotos ist längst nicht mehr so lukrativ wie er es einst war.

Das dürften jetzt auch die jungen Eltern Jay Z und Beyoncé Knowles merken. Experten glauben nicht, dass eine Publikation mehr als zwei Millionen Dollar für die exklusiven ersten Fotos von Baby Blue Ivy Carter zahlen wird.

Das jüngste Kind in den Billboards

"Der Markt für Promi-Baby-Fotos steckt in einer tiefen Krise. Die Preise sind im Keller", so ein Fotoredakteur einer amerikanischen Frauenzeitschrift gegenüber stern.de.

Branchen-Experten gehen davon aus, dass Jay Z und Beyoncé sicherlich schon hinter den Kulissen mit diversen potentiellen Magazinen verhandeln. Das ist auch deshalb wahrscheinlich, weil es keine zwei Tage nach der Geburt von Blue Ivy bereits einen neuen Song des Musikmoguls Jay Z gab, der die schreiende Stimme seiner Tochter featurte.

Blue Ivy ist, so vermeldet "Entertainment Weekly", somit das jüngste Kind, das jemals den Sprung in die Billboard Charts geschafft habe. Und da Papa Jay Z offensichtlich auch noch stolz auf die Vermarktung seiner Tochter ist, steht einem Verkauf exklusiver Fotos wahrlich nichts mehr im Wege.

Marketing-Produkt Baby

Die Argumente, warum Promis ihre Babys schon so früh als Marketing-Produkte benutzen, sind vielschichtig. Die einen - Pitt und Jolie - wollen unnützen Papparazzi-Attacken aus dem Wege gehen, indem sie der Welt ein Foto präsentieren und somit "hoffentlich in Ruhe gelassen werden" (Pitt), andere sehen es sehr wohl als zusätzliche Einnahmequelle.

"Es ist doch toll, wenn du für deine Zwillinge mehrere Millionen Dollar kassieren kannst. Dann haben die schon vom ersten Tag an ausgesorgt", so ein Branchenkenner, der selbst schon mit Managern von bekannten Schauspielern in Hollywood über mögliche Einkaufspreise von Babyfotos verhandelt hat.

Im Fall von Blue Ivy dürfte Geld fürs Sparkonto keine besonders große Rolle mehr spielen. In den USA kursierten Presseberichte, nach denen Beyoncé und Jay Z allein in der ersten Woche mehr als 1,5 Millionen Dollar für die "Baby-Grundausstattung" ausgegeben haben sollen. Dazu gehörte auch eine Fahrt in einem speziell angefertigten Mercedes Mini Van.

In diesem Transporter, der Jay Z angeblich lockere 150.000 Dollar gekostet haben soll, wurde das kleine Entertainment-Juwel drei Tage nach der Entbindung zusammen mit der stolzen Mama nach Hause gefahren. Nur, um dann die erste Nacht in der Luxus-Krippe für 3500 Dollar (mit eingebauter Klimaanlage!) friedlich einem sanften Leben entgegenzuschlummern - mit oder ohne Titelbild ...

Frank Siering
 
 
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