24. Juni 2010, 10:25 Uhr

"Völlig unangemessene Benachteiligung"

Sie träumen von einer Karriere als Supermodel - doch stattdessen werden sie von Agentur und Sender ausgenutzt. So sieht es zumindest der Verband lizenzierter Modellagenturen, dessen Geschäftsführer die Verträge der "Germany's next Topmodel"-Kandidatinnen scharf kritisiert.

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Heidi Klum und Alisar Ailabouni, Gewinnerin der fünften Staffel von "Germany's next Topmodel"©

Zu hohe Agenturprovisionen, zu wenig Geld für die Kandidatinnen: Der Verband lizenzierter Modellagenturen hat die Verträge für die Teilnehmerinnen am ProSieben-Wettbewerb "Germany's next Topmodel" kritisiert. In der neuesten Ausgabe des "Zeitmagazins" sagte der Verbandsgeschäftsführer, Dirk-Rainer Finkenrath, die Verträge mit den Kandidatinnen seien "das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind".

Er sprach von einer "völlig unangemessenen Benachteiligung der Teilnehmerinnen". Finkenrath, dem laut "Zeitmagazins" Verträge vorlagen, die der Sender und die Tochterfirma Redseven Artrists vor drei Jahren mit den jungen Mädchen abgeschlossen hatten, bemängelte, dass die Agenturprovisionen zu hoch angesetzt seien und nur dem Sender zu Gute kämen. "Die Verantwortlichen von "Germany's next Topmodel" gehen verantwortungslos mit den Träumen junger Mädchen um." Nico Wirtz, Geschäftsführer der Agentur Redseven Artrists, die die Kandidatinnen nach Ende der Show betreut, weist die Vorwürfe zurück. "Das ist Quatsch!", so Wirtz im "Zeitmagazin".

Zwei ehemalige Kandidaten schlossen sich laut "Zeitmagazin" der Kritik an: Fiona Erdmann, die vor drei Jahren Vierte wurde und sich mit Hilfe eines Anwalts aus dem Vertrag habe lösen können, sagte auf die Frage, ob sie ihrer Tochter erlauben würde, bei dieser Show mitzumachen: "Nein. Das würde ich ihr verbieten." Hana Nitsche, die vor drei Jahren den dritten Platz belegte, meinte: "Ich habe mich eher wie eine Angestellte von ProSieben gefühlt, nicht wie ein Model, das von einer Agentur vertreten wird."

ProSieben-Unternehmenssprecher Christoph Körfer begegnet der Kritik gelassen: "Getretener Quark wird breit - nicht stark. Monat für Monat beschweren sich dieselben zwei Mädchen, die man ohne ihre Auftritte in 'Germany's next Topmodel' nicht kennen würde, in einem anderen Medium", so Körfer zu stern.de. "Fakt ist: Die meisten Mädchen sind sehr zufrieden, weil die Verträge branchenüblich und fair sind. Viele Mädchen haben ihre Verträge schon verlängert."

Gewinnerin der am 10. Juni zu Ende gegangenen fünften Staffel von "Germany's next Topmodel" wurde die Oberösterreicherin Alisar Ailabouni.

DPA/jum
 
 
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KOMMENTARE (4 von 4)
 
J4NN3K (25.06.2010, 14:36 Uhr)
"aus zeitlichen Gründen"...
... gebe ich auch mal wieder meinen Ketchup dazu ... Gehören zum Vertragsabschluss nicht mindestens zwei Parteien? Die eine und die Partei, die letztendlich unterschreibt, nachdem sie den Vertrag gelesen und alle Begleitumstände akzeptiert hat? Jede Woche bei H&M sehe ich hübsche, junge Mädchen auf Plakaten. Die habe ich bei Pro7 allerdings nicht sehen können. Machen die es anders, oder liegt es daran, dass sie tatsächlich Model werden wollen und auch branchen-entsprechend darauf hin arbeiten? Wenn ich unterschreibe, dass ich zum Unterhaltungsinstrument auf Zeit gemacht werde kann ich mich doch hinterher, wenn ich kein Model bin nicht beschweren. Man kann das Gesetzt der Logik nunmal nicht ausser Kraft setzen
mcblog (25.06.2010, 10:23 Uhr)
haben Sie was anderes erwartet?
a: haben Sie von Frau Klum etwas anderes erwartet?
b: Hupfdohlen kann man nicht benachteiligen.
Lazarus09 (24.06.2010, 23:53 Uhr)
Ja " unsere " Heidi..... eine eiskalte geldgeile Abzockering
Die Maedchen die in diesen miesen Zeiten von einer Karriere traeumen rigoros ausnutzt und zum eigenen Profit misbraucht......

Ist halt nicht wie frueher als man in der Disko entdeckt wurde,von halbwegs "normalen" Leuten ..stimmts Heidi.

Einfach nur zum kotzen und kaum einen deut besser als DSDS ...
johnniedeamonic (24.06.2010, 16:36 Uhr)
was erwarten die denn anderes? hat irgendjemand schonmal eines dieser "Topmodels" ausserhalb von Pro Sieben irgendwas machen sehen?
und jetzt bitte nicht die Pro 7 Hauptwerbepartner New Yorker und Mc Donalds nennen :)
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