6. Februar 2013, 10:30 Uhr

Strandurlaub statt Straßendienst

2009 prügelte Chris Brown seine Freundin Rihanna krankenhausreif. Dafür verbüßt er noch immer eine Bewährungsstrafe und soll nun gegen die Auflagen verstoßen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Von Frank Siering, Los Angeles

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Musiker Chris Brown soll bei den Angaben zur Erfüllung seiner Bewährungsstrafe geschummelt haben.©

Eigentlich wollte er sich bessern. Das jedenfalls hatte R&B-Sänger Chris Brown seiner Freundin Rihanna versprochen. Im Februar 2009 prügelte er die damals 20-Jährige krankenhausreif und erhielt dafür eine fünfjährige Bewährungsstrafe. Trotz dieses Vorfalls hielten Rihanna und Chris Brown den Kontakt und sind seit Kurzem wieder ein Paar. So weit, so gut. Wären da nicht die jüngsten Skandale.

Erst prügelte sich Chris Brown auf einem Parkplatz in Los Angeles mit dem Rapper Frank Ocean. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den 23-Jährigen. Er soll gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen haben. Wie die "Los Angeles Times" berichtet, glaubt die Behörde, dass der Musiker die 180 gemeinnützigen Arbeitsstunden, die ihm vom Gericht auferlegt worden waren, nur teilweise abgeleistet und bei mindestens einer Eintragung gelogen habe.

Strengere Aufsicht für Brown?

Nach Angaben der Internetseite "tmz.com" soll Brown an einem Tag, als er "geschworen hatte, Müll in Virginia aufzusammeln, in einem Privatflugzeug Richtung Cancún" gesessen haben. Ferner habe nicht ein Polizist, sondern die Mutter von Brown die Aufsicht geführt, als ihr Sohn in einem Kinderhort in Richmond seine Sozialstunden abgeleistet haben soll. Die Vorfälle sollen nun bei einer gerichtlichen Anhörung Anfang April untersucht werden.

Browns Anwalt, Mark Geragos, zeigte sich empört über die Anschuldigungen. Der Jurist, der auch schon Michael Jackson beriet, bezeichnete die Vorwürfe als "beschämend". "Im Grunde werden hier alle Beamten im Richmond Police Department und in der Bewährunsabteilung als Lügner bezeichnet", sagte Geragos.

Der 52-Jährige hat angekündigt, dass er gegen die Behauptungen der Staatsanwaltschaft vorgehen will, weil sie seinen Mandanten "verleumden". Die verbale Offensive von Geragos könnte allerdings auch nach hinten losgehen. Die Staatsanwaltschaft in Los Angeles behauptet, der Anwalt habe Polizisten "instruiert", wie sie auf Fragen der Ermittler antworten sollen. Und tatsächlich liegen eidesstattliche Erklärungen der Beamten in Virigina vor, dass Brown seine Arbeit voll abgeleistet habe.

 
 
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