Justin Bieber droht die Pfändung

17. Juli 2013, 19:41 Uhr

Da kann man noch so sehr Popstar sein - der deutsche Zoll macht keine Unterschiede. Weil Justin Bieber die Rechnung für die Betreuung seines Affen nicht zahlte, droht ihm Ärger.

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Justin Bieber, Mally

Weißschulterkapuzineräffchen Mally (rechts im Bild) muss nicht mehr mit Justin Bieber durch die Welt touren. Das Tier wohnt inzwischen im Serengeti-Park.©

Popstar Justin Bieber, 19, droht vor seinem nächsten Auftritt in Deutschland eine Konfrontation mit dem Zoll. Die Behörden wollen für die Betreuung seines Kapuziner-Äffchens "Mally" im Münchner Tierheim rund 5000 Euro haben. Eine Tierheim-Sprecherin bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Das Tierheim hatte sich wegen der Kosten an den Zoll gewandt. Der Zoll hatte den Affen im März am Münchner Flughafen beschlagnahmt, weil der kanadische Sänger keine Papiere für ihn hatte.

Sechs Wochen kümmerten sich Pfleger im Tierheim um das Affenbaby. Wenn Bieber nicht noch zahlt, können bei seiner nächsten Einreise in seinem Gepäck persönliche Gegenstände im Wert von 5000 Euro gepfändet werden - plus Verzugszinsen. Der Zahlungsbescheid ist bereits rechtskräftig.

Das Äffchen lebt inzwischen im Serengeti-Park in Hodenhagen in der Lüneburger Heide (Niedersachsen). Laut "Bild" hat er dort gerade den ersten Sichtkontakt mit drei weiblichen Weißschulterkapuziner-Affen aufgenommen.

Junges Äffchen als "lebendiges Kuscheltier"

Der Ärger um Biebers Äffchen schwelt schon seit Monaten. Tierschützer hatten den Popstar im Frühjahr heftig attackiert. Der Affe sei viel zu jung von der Mutter getrennt und als "lebendiges Kuscheltier" mit auf Tournee genommen worden. Das sei Tierquälerei. Sie waren dagegen, dass der Teenie-Star das Tier wiederbekommt und forderten eine Geldstrafe gegen den Sänger.

Der Zoll hatte das damals 14 Wochen alte Kapuzineräffchen am Gründonnerstag am Münchner Flughafen beschlagnahmt, als Bieber zu seinem ersten Deutschland-Konzert der damaligen Tournee anreiste. Ihm fehlten die nötigen tierseuchen- und artenschutzrechtlichen Dokumente.

anb/DPA
 
 
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