Unter der Dusche mit Lena

3. Juni 2013, 15:53 Uhr

Metzger, Musiker, Moderator - und Duschkopferfinder: Stefan Raab hat einen eigene Brause kreiert. Die angekündigte Revolution fällt allerdings aus. Dafür gibt's Lena Meyer-Landrut als Duschclown. Von Jens Maier

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Stefan Raab, Lena Meyer-Landrut, Doosh, Dusche

Trotz "Duschrevolution" sind bei ihr am Ende die Haare nass: Lena Meyer-Landrut©

Als "Lovely Lena" haben wir sie in Erinnerung. Jetzt kommt sie als nasser Werbeclown zurück: "So haben wir Lena noch nie gesehen", heißt es in der Ankündigung zu einem Video auf Youtube. Leider richtig. In Lara-Croft-Manier ist Lena Meyer-Landrut im schwarzen Tank-Top und hohen Stiefeln dabei zu beobachten, wie sie eine Dusche nimmt. Zur Enttäuschung vieler Fans tut sie das angezogen. Die meisten ihre Anhänger werden sich aber ohnehin fragen, warum sie das überhaupt tut. Zu den Klängen der Rockband AC/DC schüttelt die Sängerin ihr Haar und singt - pardon - schreit mit. "Ihre Stimme klingt irgendwie anders", heißt es weiter in dem kleinen Begleittext. Zu hören ist Lena nicht, sie bewegt nur synchron die Lippen. Warum? Weil's lustig ist. Haha.

Das 100 Sekunden dauernde Gagfeuerwerk ist keine Ankündigung für ein neues Album oder einen neuen Song. Die nasse Lena macht Werbung. Für Stefan Raabs Erfindung: einen Duschkopf. Richtig gehört. Der gelernte Metzger, Musiker und Moderator ist unter die Produktentwickler gegangen. "Doosh" heißt das Objekt, mit dem er das Duschen nach eigenen Worten "revolutionieren" will. Der Duschkopf sieht aus wie ein Bumerang mit Noppen und soll es ermöglichen, "komfortabel" zu duschen, ohne dass dabei "die Haare nass werden".

Duschprügel mit zweifelhaftem Nutzen

Während der durchschnittliche Warmduscher sich fragt, warum das bei einem herkömmlichen, an einer Duschstange befestigten Brausekopf nicht möglich sein soll, schiebt Raab schnell die Erklärung für seine Erfindung hinterher. Auf die Idee sei er während eines Grillabends gekommen. Die anwesenden Frauen hätten sich einen Duschkopf gewünscht, bei dem während der Körperpflege Kopf und Haare trocken blieben. Vier Jahre will Raab getüftelt haben. Für 29,90 Euro geht der Traum von der seifenfreien Föhnwelle jetzt in Erfüllung.

Vertrieben wird das Produkt über die Krimskrams-Kette "Butlers". Zwischen Duftkerzen und Klobürsten lächelt Raab die Kunden von der blauen Verpackung an und verkündet selbstbewusst: "Klare Anforderungen brauchen klare Lösungen. Und deshalb hab' ich Doosh erfunden." So ganz klar ist der Nutzen des Duschprügels allerdings nicht. Zwar kann der Wasserstrahl auf die Seiten gelenkt werden, wer mit der Brause über dem Kopf duscht, bekommt aber trotzdem nasse Haare. Auch mit langer Mähne dürfte das Duschvergnügen alles andere als eine Trockenübung werden.

Eine Duschkappe ist billiger

Für nur 4,99 Euro hält "Butlers" übrigens auch die rosafarbene Duschkappe "Schwein" vor. Die hätte vielleicht auch Lena in ihrem Werbespot aufziehen sollen. Zum einen, weil sie dann - anders als im Clip - trockene Haare gehabt hätte. Zum anderen, weil den Zuschauern dann der peinliche Gag mit dem Bumerang-Duschkopf erspart geblieben wäre, der zu Lena zurück fliegt und sie am Kopf trifft. Autsch!

Plitsch-Platsch mit Lena

 
 
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