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30. November 2009, 10:06 Uhr

"Die Sache ist mein Fehler"

War es ein Unfall oder ein handgreiflicher Ehestreit? Noch sind die Umstände von Tiger Woods Autocrash nicht geklärt. Geht es nach dem Sportler, steht der Schuldige jedoch bereits fest.

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Sind seit fünf Jahren verheiratet: Tiger Woods und seine schwedischen Frau Elin Nordegren© Mike Segar/Reuters

Der Autounfall von US-Golfstar Tiger Woods gibt weiter Rätsel auf. Der Weltranglistenerste sagte am Sonntag ein Treffen mit der Polizei ab, bei dem er sich zum Unfallhergang äußern sollte. In einer Erklärung auf seiner Website teilte Woods mit, dass er allein die Verantwortung für den Vorfall übernehme. "Die Sache ist mein Fehler und es ist offensichtlich beschämend für meine Familie und mich. Ich bin auch nur ein Mensch und nicht perfekt. Ich werde sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert."

Woods war am Freitag bei einem Autounfall in der Nähe seines Hauses verletzt worden. Der 33-Jährige prallte beim Verlassen seines Grundstücks in Florida mit seinem Wagen gegen einen Hydranten und einen Baum auf dem Nachbargrundstück. Nach einem kurzen Aufenthalt in einem Krankenhaus konnte er wieder entlassen werden.

Spekulationen um eine Affäre

Spekulationen, dass dem Unfall ein Streit mit seiner Ehefrau Elin Nordegren vorausgegangenen sei, weist der 33-Jährige zurück. "Obwohl ich die Neugier verstehe, sind die vielen falschen, unbegründeten und bösartigen Gerüchte unverantwortlich, die derzeit über mich und meine Familie im Umlauf sind", schreibt Woods auf seiner Homepage. Amerikanische Medien wie der "National Enquirer" berichteten von einer Affäre des Sportlers. Demnach soll Woods seine Frau mit der New Yorkerin Rachel Uchitel betrogen haben. Die 34-Jährige wurde als "Engel aus der Asche" bekannt, weil sie bei den Terroranschlägen vom 11. September ihren Verlobten verlor. Angeblich soll Elin Nordegren von der Affäre erfahren und ihren Mann zur Rede gestellt haben. Daraufhin soll es zum Streit gekommen sein, bei dem das frührere Model Woods das Gesicht zerkratzte. Woods soll ins Auto geflüchtet und davongefahren sein, gefolgt von seiner Frau, die mit einem Golfschläger die Rückscheibe des Autos zertrümmerte.

Tiger Woods verteidigt seine Frau

Der Polizei sagte Nordegren jedoch, sie habe die Rückscheibe mit einem Golfschläger eingeschlagen, um ihrem Mann aus dem Auto zu helfen. Polizeichef Daniel Saylor sagte der Nachrichtenagentur AP, Polizisten hätten den Sportler auf der Straße liegend vorgefunden, seine Frau habe sich um ihn gekümmert. Auf seiner Homepage verteidigt Woods seine Frau. "Elin hat mutig gehandelt, als sie sah, dass ich in Schwierigkeiten war. Sie war die erste, die mir geholfen hat. Jede andere Behauptung ist falsch."

Woods sei bei Bewusstsein gewesen als die Polizei am Unfallort eintraf. Der Sportler habe Schnittwunden im Gesicht erlitten. Nach zehn Minuten sei ein Krankenwagen gekommen. Die Ursache des um 02.25 Uhr nachts (Ortszeit) gemeldeten Unfalls war nicht bekannt. Alkohol sei nicht im Spiel gewesen, hieß es. Außer Woods saß niemand in Auto. Auf seiner Website hieß es 13 Stunden nach dem Unfall, der Golfstar habe in der Nacht "einen kleinen Autounfall" gehabt.

Unfall oder häusliche Gewalt?

Die Polizei befragt nun Ärzte des Krankenhauses, in dem Woods behandelt wurde. Ziel sei es herauszufinden, ob Woods Verletzungen bei dem Autounfall oder bereits zuvor infolge häuslicher Gewalt enstanden sind, schreibt der Internetdienst "tmz.com".

Woods lebt in der exklusiven und streng bewachten Gemeinde Isleworth in der Nähe von Orlando in Florida. Dort wohnen etliche Firmenchefs und auch Sportstarts wie Basketballer Shaquille O'Neal. Er ist einer der erfolgreichsten Golfspieler der Sportgeschichte. Seit Beginn seiner Profikarriere 1996 gewann er mehr als 80 internationale Turniere, darunter 14 sogenannte Majors. Zuletzt siegte Woods Mitte November beim Australian Masters. Wegen einer Knieoperation im vergangenen Jahr musste er acht Monate lang pausieren. Seit Oktober 2004 ist der 33-Jährige mit dem früheren Model Elin Nordegren verheiratet. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder im Alter von zwei Jahren und acht Monaten.

AP/jum
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
mats123 (01.12.2009, 15:16 Uhr)
Der Engel von 9/11 als Luder
Was lernen wir daraus? Nach den Anschlägen vom 11. September auf das WTC wurde Rachel Uchitel, die vermeintliche Geliebte von Tiger Woods, von den Medien als Engel von New York stilisiert, die mit Tränen in den Augen in Manhattan herumlief und ihren Freund suchte. Wir sollten mitleiden, und eine junge blonde hübsche Frau war für die Medien die ideale Projektionsfläche.

Und heute? Es stellt sich heraus, dass diese Rachel als Bardame arbeitet und Tiger Woods, einen jungen Familienvater, aus egoistischen Motiven zum Ehebruch verführt, wohl um des Geldes wegen. Der "Engel von New York" entlarvt sich als "Teufel von New York". Sie liebt das Rampenlicht und die große Bühne. War die ganze Sache damals nach den Attentaten auch inszeniert? Wollte sie in die Presse. Hat sie auf gut bezahlte Auftritte in Talkshows hingearbeitet?

In Zukunft gilt: Kein voreiliges, falsches Mitleid mehr mit irgendwelchen Leuten in den Medien. Da ist mehr fake als man glauben mag.
Jensl (30.11.2009, 22:42 Uhr)
Und was viel wichtiger ist:
Wen interessierts?
shine (30.11.2009, 17:57 Uhr)
re: dido07
Tja, das hätte gar keinen Sinn... Deshalb sehr seltsam das ganze. Aber, welchen "Sinn" hat es, seine Frau (Ex-Model!) mit einer Bardame zu betrügen??
dido07 (30.11.2009, 11:38 Uhr)
Welchen Sinn hätte das?
Wer von uns würde mit einem Golfschläger zu einem Unfall rennen - und völlig sinnlos das Rückfenster einschlagen, wenn man einfach die Tür öffnen kann?

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