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19. Juli 2011, 11:35 Uhr

"Einvernehmlich, aber brutal"

Diese Affäre ist immer für eine Überraschung gut: Die Mutter der Autorin, die Dominique Strauss-Kahn Vergewaltigung vorwirft, hat nun eingeräumt, selbst ein Verhältnis mit dem Ex-IWF-Chef gehabt zu haben. Für ihre speziellen Schäferstündchen trafen sich die beiden heimlich in einem Büro der OECD.

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Berichtet von ihrer Affäre mit Strauss-Kahn: Anne Mansouret© Fred Dufour/AFP

In der Pariser Sex-Affäre um den ehemaligen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sind nach einem Medienbericht bei den Vorermittlungen überraschende Details ans Licht gekommen: Die Mutter der Autorin, die Strauss-Kahn versuchte Vergewaltigung vorwirft, habe bei ihrem Verhör eingeräumt, selber eine Affäre mit dem Politiker gehabt zu haben. "Einvernehmlich, aber durchaus brutal" sei ihr Verhältnis gewesen, sagte sie der Polizei nach einem am Montagabend veröffentlichten Bericht der Website lexpress.fr. Sie hätten sich in einem Büro bei der OECD getroffen.

Anne Mansouret, eine Parteifreundin von Strauss-Kahn, bekräftigte nach dem Bericht, dass sie ihrer Tochter 2003 abgeraten habe, den Politiker wegen versuchter Vergewaltigung anzuzeigen. Ein Anwalt habe ihr erklärt, dass die Aussichten auf Erfolg nicht besonders groß seien, da Strauss-Kahn die Vorwürfe als Racheakt einer enttäuschten Journalistin hätte zurückweisen können. Sie betonte auch, dass der damalige Parteichef François Hollande auf dem Laufenden gewesen sei. Nach Informationen von lefigaro.fr soll Hollande im September im Rahmen der Vorermittlungen vernommen werden.

Wird ein Verfahren gegen Strauss-Kahn eingeleitet?

Die 32 Jahre alte Autorin Tristane Banon hatte Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung bei einem Interview-Termin vor acht Jahren angezeigt. Strauss-Kahn hatte die Vorwürfe im Gespräch mit dem Autor seiner Biografie zurückgewiesen und sie als "erfundene Geschichten" bezeichnet.

Die Staatsanwaltschaft entscheidet nach Abschluss der Vorermittlungen, ob sie ein Verfahren einleitet. Falls es sich ihrer Ansicht nach um sexuelle Belästigung handelt, wäre die mutmaßliche Straftat bereits verjährt. Im Fall einer Verurteilung wegen versuchter Vergewaltigung droht Strauss-Kahn hingegen eine Haftstrafe von 15 Jahren.

be/DPA
 
 
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