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3. September 2011, 15:36 Uhr

Randalierer greifen Polizei an

Es kam, wie es kommen musste: Beim Aufeinandertreffen von Neonazis und Linken in Dortmund gab es schwere Ausschreitungen. Leidtragende waren offenbar die Polizisten.

Dortmund, Neonazis, Rechtstextreme, Demonstration, Demo

Er nahm nur an einer Sitzblockade teil, andere griffen die Polizisten an. In Dortmund gab es Randale beim Aufeinandertreffen Rechts gegen Links© Marius Becker/DPA

Bei den Aktionen gegen einen Aufmarsch von Neonazis in Dortmund hat es am Samstag schwere Ausschreitungen gegeben. Randalierer aus der linken Szene griffen nach Angaben der Polizei die Ordnungskräfte mit massiver Gewalt an.

Die Beamten gingen mit Schlagstöcken gegen die Angreifer vor, auch ein Wasserwerfer wurde eingesetzt. In der Nähe warteten zu dieser Zeit rund 400 Neonazis auf den Beginn ihrer Demonstration. Die Polizei versuchte, beide Lager auseinanderzuhalten. Auch tausende friedliche Menschen protestierten gegen die Rechtsextremisten. Die treffen sich alljährlich demonstrativ zum Antikriegstag in Dortmund.

Integrationsminister marschiert mit

Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) hatte am Vormittag die Gegendemonstrationen gestartet. Er sagte, es sei unerträglich, dass Dortmund jedes Jahr von Neonazis heimgesucht werde. Ursprünglich wurden rund 1000 Neonazis erwartet, etwa 10.000 Menschen wollten sich gegen den Aufmarsch stellen.

Schon am Vormittag kam es zu einem ersten Zusammenstoß mit den Ordnungskräften. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, als mehrere hundert linke Demonstranten eine Straßensperre durchbrechen wollten. Es gab mehrere Verletzte. Die Polizei rechnete mit 4000 gewaltbereiten Demonstranten aus dem bundesweiten linken Spektrum.

ben/DPA
 
 
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