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18-Jähriger bestellt offenbar Mord an seiner ganzen Familie

In Moskau wird ein zwölfjähriges Mädchen grausam ermordet. Schnell steht für die Ermittler fest: Es war ein Auftragsmord. Der Bruder des Opfers soll ihn arrangiert - und noch mehr Tote gefordert haben.

Moskau: Polizisten patrouillieren in der Stadt

In Moskau nahm die Polizei einen 18-Jährigen fest, der offenbar einen Auftragsmörder anheuerte, der seine Schwester und Eltern umbringen sollte (Symbolbild)

Wieder wird Moskau von einem schockierenden Verbrechen erschüttert. Am Mittwochabend wurde ein zwölfjähriges Mädchen Opfer eines grausamen Mordes. Wie die russische Ermittlungskommission mitteilt, entdeckte ihr Vater den Leichnam seiner Tochter in der Wohnung der Familie. Ein Verdächtiger wurde schnell identifiziert. Überwachungskameras hatten ihn beobachtet. Nur wenige Stunden nach der Tat wurde der mutmaßliche Mörder, der gerade mal 17 Jahre alt ist, schließlich an einem der Moskauer Bahnhöfe festgenommen. 

Doch was er den Ermittlern während seiner Vernehmung offenbarte, ließ erst das ganze Ausmaß des Verbrechens erahnen. Der Bruder des Opfers soll den Mord bestellt haben - und nicht nur den seiner kleinen Schwester. Der bezahlte Mörder sollte die gesamte Familie des 18-jährigen Auftraggebers töten. Das Motiv: Der junge Moskauer wollte offenbar das Familienvermögen erben. Primär soll er es dabei auf die drei Eigentumswohngen seiner Familie abgesehen haben. So die Version der Ermittlungskommission.

Eine Wohnung in Moskau als Belohnung für Mord

In sozialen Netzwerken habe er sich auf die Suche nach einem Vollstrecker für seine Pläne gemacht und sei schließlich fündig geworden. Mehrere Monate lang sollen der Auftraggeber und der mutmaßliche Mörder miteinander Nachrichten ausgetauscht haben, berichtet die russische Zeitung "Rossiskaja Gazeta". Schließlich sei er mit dem 17-jährigem Jungen aus der Kleinstadt Krasnoarmeisk einig geworden.

"Als Bezahlung versprach der Moskauer dem Auftragskiller eine Einzimmerwohnung am Stadtrand von Moskau und eine gewisse Geldsumme", zitiert die Zeitung "Komsomolskaja Prawda" eine Quelle aus den Ermittlungskreisen. 

Auftraggeber und Mörder droht lebenslange Haft

Am vergangenen Mittwoch schritt der mutmaßliche Mörder schließlich zur Tat. Er drang den Angaben der Ermittler zufolge mit einem Schlüssel in die Wohnung ein und brachte mit einem Küchenmesser die zwölfjährige Schwester seines Auftraggebers um. Doch statt wie abgesprochen auf die Eltern zu warten, soll der Auftragskiller die Nerven verloren haben und geflüchtet sein.

Die Polizei konnte sowohl den mutmaßlichen Mörder als auch den Auftraggeber festnehmen. Beiden droht eine 20-jährige und lebenslange Haftstrafe.

ivi

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