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8. September 2011, 15:01 Uhr

Sächsische Elite-Polizisten prügeln sich auf Reeperbahn

Sächsische Polizeibeamte haben ihre Kollegen in Hamburg zum Erfahrungsaustausch besucht. Nach einer Fortbildung ließen sie den Abend auf der Reeperbahn ausklingen. Sie hatten wohl nicht damit gerechnet, dass ihr Bordellbesuch mit einer Schlägerei und zwei Anzeigen enden würde.

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Die Reeperbahn in Hamburg ist als rauhes Pflaster bekannt© Christain Charisius/DPA

Nach einer Fortbildung in Hamburg haben sich Elite-Polizisten aus Sachsen mit Wachleuten eines Bordells auf der Reeperbahn geprügelt. Zwei Beamte seien verletzt worden, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen am Donnerstag. Drei Streifenwagen-Besatzungen der Hamburger Polizei beendeten die Schlägerei. Ein Bordellwächter erstattete Anzeige gegen einen Polizisten, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Ein anderer Beamter habe wiederum Anzeige gegen Unbekannt gestellt.

"Mal Hamburg angucken"

Acht Polizisten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Sachsen waren am Montag zu einem Erfahrungsaustausch mit Hamburger Kollegen des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) in die Hansestadt gekommen. Alle acht hatten für den Folgetag Urlaub genommen, wie die LKA-Sprecherin sagte: "Mal Hamburg angucken." Fünf von ihnen waren nach dem Fortbildungstag auf die Reeperbahn gegangen.

Woran sich der Streit in dem Bordell entzündete, ließ die Polizei offen. Die "Bild"-Zeitung berichtete von "Zahlungsstreitigkeiten". Die LKA-Sprecherin nannte das Geschehen lediglich "den Vorfall" oder "die Auseinandersetzung". Deren Aufklärung sei Sache der Hamburger Polizei. "Bei uns läuft eine Prüfung, ob disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Das wird noch eine Weile dauern", sagte die Sprecherin. Sie betonte, dass der Streit in die Freizeit der sächsischen Polizisten fiel.

ono/DPA
 
 
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