Minenbetreiber findet "Harlem Shake" unterirdisch

4. März 2013, 08:33 Uhr

Sie wollten Spaß - und verloren ihren Job: 15 Bergleute haben in einer australischen Goldmine den "Harlem Shake" getanzt. Das Video ist ein Internet-Hit - bis der Arbeitgeber zur Spaßbremse wird.

Harlem Shake, Tanz, Australien, Bergleute

Seit Wochen ist der "Harlem Shake" ein Hit im Netz©

Das "Harlem Shake"-Dance-Fieber hat in Australien fünfzehn Bergleute ihren Job gekostet. Die Kumpels in der Agnew Goldmine hatten vor zwei Wochen aus Ulk bei einer Nachtschicht unter Tage 30 Sekunden lang wild getanzt, sich dabei gefilmt und das Stück auf YouTube hochgeladen. Ihr Arbeitgeber Barminco fand das nicht witzig und feuerte die Männer. Sie hätten die Sicherheitsstandards verletzt, wie die Zeitung "West Australian" am Montag aus dem Entlassungsschreiben zitierte.

Der "Harlem Shake"-Dance rollt seit Wochen vor allem als YouTube-Phänomen um den Globus. Menschen filmen sich in oft schrägen Kostümen oder auch nackt beim wilden Schlackern mit dem Oberkörper. Vermeintlich sterbenslangweilige Situationen im Uni-Hörsaal, an der Haltestelle, im Call-Center, Büro oder in der Studenten-WG verwandeln sich im Sekundenbruchteil in wüste Tanz-Orgien. Belegschaften und Armee-Einheiten wetteifern um das verrückteste Video. Am Sonntag etwa tanzten in Hannover mehrere hundert Menschen ausgelassen vor der Universität.

Entlassungsgrund: Das beanstandete Video

Kumpel wehren sich

Die australischen Bergleute wehren sich gegen die Entlassung. Sie hätten beim Tanzen, wie vorgeschrieben, Helme, Lampen und Schutzbrillen getragen und Sauerstoffgeräte parat gehabt, sagte einer von ihnen der Zeitung.

Sie hätten lediglich die Jacken mit dem Barminco-Logo abgelegt, damit niemand den Arbeitgeber identifizieren könne. Das Video sei um 2.30 Uhr morgens entstanden. Sie hätten einen Durchhänger gehabt und eine Aufmunterung gebraucht.

Der Film auf You Tube erreichte bislang mehr als 45.000 Klicks. Die Kumpels haben auf Twitter und Facebook viele Fans, die gegen die Entlassung protestieren. Die Firma war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Zum Thema
Panorama
Spende sucht soziale Helden
Aktion Deutschlands Herzschlag: Hier können Sie sich bewerben! Aktion Deutschlands Herzschlag Hier können Sie sich bewerben!
Noch Fragen?

Neue Fragen aus der Wissenscommunity

  von Amos: Rauchen auch auf dem Balkon bald verboten? Rauchen nur noch im Keller unter Luftabschluß?

 

  von Amos: Ich kapiere es einfach nicht: hätte ich 100.000 Schweizer Franken: wären das jetzt mehr oder...

 

  von StechusKaktus: Was genau kauft die EZB im Rahmen des QE an?

 

  von blog2011: Problem mit dem Downloadhelper auf YouTube im Firefox-Browser

 

  von bh_roth: Gibt es mehr als einen Bundespräsidenten??

 

  von Gast 104252: Umzug eines Hartz iv-Empfängers in das elterliche Haus

 

  von wiesse: Muss ein Inkassobüro den Nachweis erbringen, dass sie den Auftrag vom Auftraggeber erhalten haben

 

  von Reinhard49: wie hoch ist die Kfz-Steuer bei Dieselfahrzeugen

 

  von Gast 104125: Warum weht der Wind VOM Tiefdruckgebiet her ? Zum Luftdruckausgleich müsste ein Tief doch eher...

 

  von Celsete: Muss man sich mit dem System Hartz IV abfinden?

 

  von Amos: Hörte eben: the Secretary General für den Uno-Generalsekretär. Wieso ist das umgekehrt wie im...

 

  von Gast 103454: Wann erbe ich? Betreffend Umzug und Steuer!

 

  von Gast 103439: Geburtstagsparty trotz AU

 

  von MrSweets: IPhone IMatch deaktivieren

 

  von dorfdepp: Soll sich die westliche Welt Kuba gegenüber öffnen?

 

  von dorfdepp: Gibt es noch Vorbehalte gegen Online-Banking?

 

  von JennyJay: Heißt es "mittels Mobilkrane" oder "mittels Mobilkränen"?

 

  von bh_roth: Vorsätzliche Tötung

 

  von Amos: Warum muß ein Blinder bei "Wetten dass" eine geschwärzte Brille tragen?

 

  von Amos: Seit heute steigen die Preise der DB, wenn ich per Kreditkarte oder Internet bezahle.