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16. April 2010, 15:24 Uhr

Bischof Mixa bestreitet weiterhin Prügelvorwürfe

Der Augsburger Bischof Walter Mixa verwahrt sich mit Nachdruck gegen alle Vorwürfe, die Öffentlichkeit belogen zu haben.

Der Augsburger Bischof Walter Mixa verwahrt sich mit Nachdruck gegen alle Vorwürfe, die Öffentlichkeit belogen zu haben. Mixa, der am Freitag erstmals einräumte, Heimkinder in seiner Zeit als Schrobenhausener Stadtpfarrer geohrfeigt zu haben, sagte der "Bild am Sonntag": "Dass ich nicht geprügelt habe, dazu stehe ich auch heute noch. Auf vereinzelte Ohrfeigen hat sich die Diskussion erst in den letzten Tagen zugespitzt. Und dann habe ich eben so ehrlich gesagt, dass ich das nicht ausschließen kann. Daraus wird jetzt künstlich eine Lüge konstruiert."

Inzwischen liegen sieben eidesstattliche Erklärungen früherer Heimkinder vor, die Mixa in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen (1975-1996) brutale Prügelattacken vorwerfen. Der Schrobenhausener Sonderermittler Sebastian Knott hatte von einem weiteren Fall berichtet, bei dem Mixa 1976 einen damals 16-Jährigen "mit voller Wucht brutal ins Gesicht" geschlagen haben soll. Dies habe der Betroffene ebenfalls in einer eidesstattlichen Erklärung bekräftigt.

Mixa hat über einen Münchner Rechtsanwalt dem Sonderermittler mitgeteilt, er stehe nach wie vor zu einem Gespräch mit den mutmaßlichen Opfern zur Verfügung. Das lehnen diese aber ab. Ein 47- jährige Frau sagte der Nachrichtenagentur dpa, sie sei auf keinen Fall zu so einem Gespräch bereit und wisse von anderen Betroffenen, dass sie das Gesprächsangebot gerade nach Mixas Ohrfeigen-Geständnis ablehnen.

AFP/DPA
 
 
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