Bei diesem Gottesdienst waren auch Lebewesen mit Fell, Gefieder und Schuppen willkommen. In der Berliner Parochialkirche in der Klosterstraße konnte man an Pfingstmontag sein Haustier segnen lassen. Mit dem besonderen Gottesdienst sollte die Bedeutung gewürdigt werden, die Tiere im Leben vieler Menschen haben.
"Hunde und Katzen bitte anleinen, Vögel in den Käfig, Reptilien ins Terrarium", hieß es in der Ankündigung, "und wer mit Pferd, Esel oder Hunden über 90 cm Rückenhöhe kommt, meldet sich bitte vorher an."
"Der Tiersegnungsgottesdienst ist hier für uns in Mitte ein neues Format", teilte Pfarrer Michael Kösling mit. Er und seine Kollegin hätten aber schon Erfahrung mit der Segnung von Tieren. "Für viele Menschen haben ihre Tiere einen ganz besonderes Wert und eine Würde, einen eigenen Charakter. Sie sind ihnen Gefährten und Begleiter, um die sie sich sorgen."
"Wir finden, dass es deshalb zu einer seelsorglichen Kirche gehört, auch die Tiere der Menschen zu segnen", erklärte Kösling. Ähnliche Veranstaltungen gab es auch schon an anderen Orten. In Madrid zum Beispiel geschieht das regelmäßig - dann segnet ein katholischer Priester auch mal eine Schnecke.