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Stiftung Warentest: So funktioniert die Geldanlage für Faule

Das Sparbuch ist tot - aber um Aktien machen die Deutschen immer noch einen großen Bogen. Doch wie soll man denn dann sparen? Die Stiftung Warentest hat da einen bequemen Vorschlag.

Sparer stecken in der Zwickmühle: Auf der einen Seite sollen sie Geld fürs Alter zurücklegen, denn die staatliche Rente allein wird den Lebensabend kaum finanzieren können. Auf der anderen Seite werfen die traditionellen Sparformen der Deutschen nichts mehr ab. Das oder Bundesanleihen sind tot - hier ist nichts mehr zu machen. Wer heute sein Geld mehren will, kommt um Aktien eigentlich nicht herum. Doch die Deutschen zögern. Zu kompliziert scheinen die Papiere, zu ahnungslos begegnet der Anleger den Schwankungen an der Börse.

ETF: Unkompliziert Geld anlegen

Doch die will es Sparern leichter machen und hat ihre "Finanztest"-Experten um Hilfe gebeten. Das Ergebnis nennt sich "Pantoffel-Portfolio", weil "die Lösung so bequem ist", heißt es in der aktuellen Ausgabe der Stiftung Warentest.

Anders als beim direkten Aktienkauf müssen sich Pantoffel-Anleger nicht mit Kennzahlen und Börsenentwicklung auskennen. Die Experten raten zu einer Mischung aus zwei verschiedenen "Exchange Traded Funds", kurz ETF, also börsengehandelten Fonds. 

Aktiv gemanagte Fonds kosten Gebühren

Auch Sparkassen und Banken verkaufen Fonds, doch diese werden von Fondsmanagern verwaltet. Das kostet Geld - und diese Gebühren fressen einen Teil der Rendite auf. Die Profis von "Finanztest" setzen stattdessen auf zwei Säulen: Zum einen sollten Anleger ihr Geld in einen reinen Aktien-ETF stecken. Die einfachste Pantoffel-Variante ist der MSCI World, der gebräuchlichste Weltaktienindex. Er umfasst rund 1600 Aktien aus 23 Ländern. Mit diesem ETF können Anleger Rendite erzielen. Der zweite ETF sollte auf sichere Staats- und Unternehmensanleihen aus Europa setzen. Hier sind zwar keine großen Gewinne zu erwarten, doch er sichert den Sparer ab. 

Wichtig: Wer jetzt loslegen will, sollte sich vorab fragen, was für ein Risikotyp er ist. Denn Schwankungen an den Börsen spiegeln sich in dem Aktien-ETF deutlich wieder. Wer vorsichtig investieren will, sollte zu 75 Prozent auf einen Anleihe-ETF setzen und nur 25 Prozent auf Aktien. Risikofreudige drehen diese Gewichtung einfach um. Mit dem Pantoffel-Portfolio wäre in den vergangenen 15 Jahren eine Rendite zwischen 5,3 Prozent und 7,2 Prozent erzielt worden. 

Eine Übersicht möglicher ETF und kostenloser Wertpapierdepots sowie weitere Tipps zum Geldanlegen finden Sie auf www.test.de.

kg

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