Eine NDR-Dokumentation über die Nazi-Verstrickung der Quandt-Familie hat die Debatte über die NS-Vergangenheit deutscher Firmen neu belebt. Hier finden Sie eine Auswahl der Unternehmen, die sich ihrer Vergangenheit stellten - und eine Auswahl der Firmen, die das nicht getan haben. Von Britta Beeger und Heinz-Roger Dohms

Jüdische NS-Zwangsarbeiter arbeiten während des Zweiten Weltkriegs in einer Munitionsfabrik in Dachau© AP Photo
Deutsche Unternehmen haben sich ihrer Verantwortung lange nicht gestellt: Erst unter dem Druck von US-Gerichten öffneten sie Ende der 80-er-Jahre ihre Archive, arbeiteten ihre eigene Geschichte auf und zahlten Zwangsarbeitern individuelle Entschädigungen.
Widerstand war selten
Seitdem zeigen die in großer Zahl erschienenen Unternehmensgeschichten: Widerstand gegen die Nationalsozialisten oder Verweigerung waren die Ausnahme - das Ausmaß der Verstrickung hingegen groß. Wir zeigen, welche Unternehmen ihre wenig ruhmreiche Nazi-Vergangenheit von Historikern haben aufschreiben lassen und welche unfreiwillig von ihrer Vergangenheit während des Hitler-Regimes eingeholt wurden.