Zwangsarbeiterfonds Auch "Muck" Flick zahlte ein


Hamburg - Auch Gert-Rudolf Flick (Spitzname: "Muck"), Enkel des Firmengründers Friedrich Flick, hat in den Stiftungsfonds für Zwangsarbeiter eingezahlt. Das sagte der Historiker Thomas Ramge, dessen Familienbiografie "Die Flicks" morgen erscheint, in einem Gespräch mit dem stern. "Aber er wollte es nicht an die große Glocke hängen", so Ramge zum stern. Über die gespendete Summe meinte Ramge, es sei sicher ein Millionenbetrag. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Dagmar Ottmann, Schwester von Gert-Rudolf und Friedrich Christian Flick ("Mick") einen Millionenbetrag in den Fonds für Zwangsarbeiter gegeben hatte.

Auf die Frage, ob Gert-Rudolf Flick seine Einzahlung mit der Familie abgesprochen habe, sagte Ramge dem stern, es habe bei den Flicks zunächst den Versuch gegeben, eine Art von Familienobolus zu stiften. Im Gespräch seien angeblich 100 Millionen Mark gewesen. Während Gert-Rudolf und Dagmar dafür waren, habe sich Friedrich Christian zunächst nicht klar geäußert. Er habe dann seine eigene Stiftung gegen rechte Gewalt gegründet. Barbara Flick, die Mutter der drei, sei der Meinung gewesen, dass die Schuld der Flicks geringer wäre als die anderer vergleichbarer Unternehmerfamilien und "wollte nichts rausrücken", so Ramge. Begründet habe sie dies damit, dass "die Nachfolgefirmen ja eingezahlt hatten". Auch der Onkel der drei, Flick-Gründersohn Friedrich Karl, der als Haupterbe den größten Teil bestreiten sollte, habe abgelehnt.


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