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11. Januar 2010, 21:29 Uhr

Peta wirft Wiesenhof Tierquälerei vor

Es sind Bilder sinnloser Gewalt: Hühner werden per Genickbruch brutal getötet, sinnlos auf Wände geschleudert. Die Täter sind, so die Tierschutzorganisation Peta Mitarbeiter von Spediteuren im Dienst des Geflügel-Produzenten Wiesenhof. Das Unternehmen hat bereits reagiert.

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Bei Transporten für den Geflügel-Produzenten Wiesnhof wurden Hühner massiv gequält© Colourbox

Grausames Töten von Hühnern durch Genickbruch, Tiertransport mit Verletzungen und Knochenbrüchen: Die Tierrechtsorganisation Peta wirft dem Geflügelproduzenten Wiesenhof massive Tierschutzverstöße bei einem Betrieb im niedersächsischen Twistringen vor. Er werde Strafanzeige gegen Wiesenhof erstatten, sagte der Sprecher von Peta, Edmund Haferbeck, unter Hinweis auf einen am Montagabend geplanten Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz". Die PHW-Gruppe, zu der Wiesenhof gehört, räumte ein, dass in dem Film tierquälerisches Verhalten zu sehen sei. Das Unternehmen habe aber schon personelle Konsequenzen gezogen, sagte ein Sprecher.

Die Aufnahmen stammen von einer Farm mit rund 25.000 Hühnern und Hähnen. Laut Südwestrundfunk (SWR) zeigen die Bilder unter anderem Angestellte von Wiesenhof, wie sie Hühner ohne Grund treten, schlagen und brutal in Transportkisten schleudern. Auf anderen Aufnahmen sei zu sehen, wie Hühner am Hals gepackt und mehrere Meter weit gegen Wände geworfen wurden. Arbeiter hätten Transportkisten voll mit Hühnern aus großer Höhe auf einen Lastwagen geworfen.

"Absolut inakzeptabel"

"Das Material ist schockierend", sagte der PHW-Sprecher. Die dokumentierten Verstöße gegen den Tierschutz seien "absolut inakzeptabel". Das Unternehmen habe inzwischen personelle Konsequenzen bei den Hauptverantwortlichen gezogen und arbeite mit den für die Verladung verantwortlichen Fremdfirmen nicht mehr zusammen. Auch die Kontrollen auf den Betrieben sollten verstärkt werden.

Der Vertrag mit dem Pächter der betreffenden Farm bestehe seit November 2009 nicht mehr. PHW werde aber Strafanzeige gegen den verantwortlichen Farmleiter stellen, sagte der Sprecher. Dieser sei laut Vertrag mit Wiesenhof zur Einhaltung der Tierschutzbestimmungen verpflichtet gewesen und hätte das Unternehmen und den Amtstierarzt informieren müssen. Peta selber hat anlässlich der Strafanzeige gegen Wiesenhof für Dienstag zu einer Pressekonferenz nach Osnabrück eingeladen.

DPA
 
 
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