Ratgeber Krankenkasse

Gut abgesichert in die PKV-Pause

Es gibt Phasen im Berufsleben, in denen Sie der gesetzlichen Versicherungspflicht unterliegen. Zum Beispiel, wenn Sie von der Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis wechseln. Wer seine Altersrückstellungen bei der PKV nicht verlieren will, muss eine Anwartschaftsversicherung abschließen.

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Bei kurzfristigem Austritt aus der PKV können Sie Ihre Rückstellungen sichern©

Wenn Sie privat krankenversichert sind und kurzfristig aus der privaten Krankenkasse heraus müssen, haben Sie einiges an Nachteilen wegzustecken. Unter anderem verlieren Sie beim Ausstieg die bereits angesammelten Altersrückstellungen. Außerdem droht bei einem Wiedereintritt auch eine höhere Prämie. Zudem müssen Sie sich auch einer erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen. Der häufigste Grund für einen Ausstieg aus der privaten Versicherung ist eine plötzlich eintretende gesetzliche Versicherungspflicht. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Versicherungspflichtgrenze angehoben wird oder ein Selbstständiger in ein Angestelltenverhältnis wechselt.

Kleine und große Anwartschaftsversicherung

Der Ausweg aus dem Dilemma heißt Anwartschaftsversicherung. Mit einer solchen Absicherung können Sie zu einem späteren Zeitpunkt zu den alten Konditionen wieder in die private Versicherung einsteigen. Unterschieden wird dabei zwischen der großen - und teureren - und der kleinen und oft günstigeren Anwartschaftsversicherung.

In der ersten Variante wird der Versicherte durch die Police so gestellt, als wäre er die ganze Zeit krankenversichert gewesen. Das bedeutet vor allem, dass er seine alte Prämie weiterzahlt und für "neue" Krankheiten keine Risikozuschläge zahlen muss. Bei der "kleinen" Variante bleibt das ursprüngliche Eintrittsalter nicht erhalten. Der Versicherte muss deshalb beim Wiedereintritt in den Krankenversicherungsvertrag höhere Beiträge zahlen als ein Kunde, der eine große Anwartschaftsversicherung hatte.

Bei Arbeitslosigkeit und Auslandsaufenthalt aussetzbar

Die Anwartschaftsversicherungen kosten jeden Monat eine Prämie - in der Regel richtet sich die Höhe nach einem bestimmten Prozentsatz des "normalen" Krankenversicherungsbeitrags. Das heißt aber auch: Steigt der Beitrag in der "normalen" Versicherung, wird auch die Anwartschaftsversicherung teurer. In einzelnen Fällen können bis zu 25 Prozent des früheren Beitrages als Anwartschaftsprämie für die große Variante fällig werden. In der kleinen Anwartschaftsversicherung zahlen Verbraucher mit drei bis sechs Prozent der letzten Prämie deutlich weniger.

Die Wahl des Anwartschaftstarifes will also gut überlegt sein. Nur wenn Verbraucher sicher sind, dass sie in die private Kasse zurückkehren wollen, lohnt sich die teurere Anwartschaftsversicherung. Wer hingegen unentschlossen ist, sollte nur die kleine Anwartschaftsversicherung abschließen.

In manchen Situationen kann ein Vertrag allerdings auch beitragsfrei ruhend gestellt werden. Das bedeutet für die Betroffenen, dass der Schutz zunächst einmal ausgesetzt ist, später aber zu gleichen Bedingungen fortgeführt werden kann. Möglich ist das vor allem bei Arbeitslosigkeit, vorübergehendem Auslandsaufenthalt oder einer wirtschaftlichen Notlage. Eine solche Vereinbarung ist aber nur kurze Zeit möglich. Je nach Grund und Versicherer maximal für 36 Monate. Allerdings können Betroffene danach auch noch eine kostenpflichtige Anwartschaftsversicherung abschließen.

be/DDP
 
 
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