7. Februar 2013, 20:00 Uhr

Meteoriteneinschlag ließ Dinosaurier aussterben

Der Einschlag eines Himmelskörpers und das Ende der Urzeittiere liegen zeitlich sehr nah beieinander. Damit wird die Hypothese untermauert: Ein Asteroid sorgte für das Aussterben der Dinosaurier.

Wissenschaft, Paläontologie, Dinosaurier, Studie, Asteroiden, Einschlag

In der Mitte des Sedimentkerns, der mit Hilfe eines Bohrschiffes aus 2658 Metern Tiefe erbohrt wurde, ist eine deutliche Gelbfärbung zu sehen. Dabei handelt es sich um eine starke Ansammlung von Iridium, die auf einen Asteroideneinschlag zurückgeführt wird.©

Eine Studie hat die Theorie untermauert, dass der Einschlag eines Meteoriten auf der Erde eine wichtige Ursache für das Aussterben der Dinosaurier gewesen ist. Neue Messungen ermöglichten eine sehr exakte Bestimmung des Zeitpunkts des Meteoriteneinschlags, wie die Forscher in einem am Donnerstag in der Zeitschrift "Science" veröffentlichten Artikel erklären. Der Einschlag fand demnach vor 66,038 Millionen Jahren statt - und damit 33.000 Jahre vor dem Aussterben der Saurier. Bisherige Studien waren von einem Zeitabstand von 300.000 Jahren ausgegangen.

"Wir haben gezeigt, dass die beiden Ereignisse sehr nah beieinander liegen. Daraus ergibt sich, dass der Einschlag eine wichtige Rolle für das Aussterben gespielt hat", schreibt der Hauptautor der Untersuchung, Paul Renne von der Universität Berkeley. "Doch auch wenn der Einschlag den Dinosauriern den Todesstoß versetzt hat, war es wohl nicht der einzige Faktor." Laut Studie trugen zum Aussterben der Saurier sowie zahlreicher Meerestiere auch heftige klimatische Schwankungen während einer Million Jahre bei. Unter anderem starke Vulkanausbrüche führten demnach zu zahlreichen langen Kälteperioden. Heiko Pälike von der Universität Bremen fordert in einem Begleitartikel, das Klima im Vorfeld des Einschlages genauer zu analysieren.

Das Aussterben der Dinosaurier hatten erstmals 1980 der Berkeley-Professor Luis Alvarez und sein Sohn Walter mit dem Einschlag eines Kometen oder eines Asteroiden in Verbindung gebracht. Das Niedergehen des Himmelskörpers mit einem Durchmesser von etwa zehn Kilometern hinterließ einen Krater von 177 Kilometern Länge in der Karibik vor der mexikanischen Küste.

kave/AFP/DPA
 
 
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