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Chris Brown vor Gericht Ausraster mit Folgen


Kein guter Tag für Chris Brown: Ein Richter in Los Angeles entzog dem Sänger seine Bewährungsstrafe. Nur seine "Wut-Reha" bewahrt den 24-Jährigen jetzt noch vor dem Gefängnis.
Von Frank Siering, Los Angeles

Schlechte Nachrichten für R&B-Sänger Chris Brown kurz vor Weihnachten. Am Montag widerrief ein Richter in Los Angeles die Bewährungsstrafe des 24-Jährigen, die ihm 2009 nach einem Angriff auf seine damalige Freundin Rihanna auferlegt worden war.

Der Grund für die drastische Maßnahme von Richter James R. Brandlin war eine angebliche Attacke Browns auf einen unschuldigen Fan: Der Rapper soll im Oktober in Washington D.C. einen Mann geschlagen haben, der ein Foto mit ihm machen wollte.

Die Gerichtsverhandlung in Los Angeles war nun dazu gedacht, die "Fortschritte im Leben von Mr. Brown" zu analysieren, wie Richter Brandlin angab. Falls denn welche zu erkennen sind. Der Richter kam während der Anhörung sehr schnell zu dem Entschluss, dass der Vorfall in D.C. Beweis genug sei, dass Brown nicht in der Lage sei, allen Gesetzen zu folgen. Das allerdings sei die Voraussetzung für eine "erfolgreiche Bewährungsstrafe", so Richter Brandlin.

Rätselraten um Sozialarbeit

Noch hat die Aufhebung der Bewährung keine direkten Folgen für den Sänger. Brown befindet sich gerade freiwillig in einer "Wut-Reha", um zu lernen wie er seine Zornesausbrüche kontrollieren kann. Der Richter zeigte sich mit Browns Fortschritten im Bereich "Wut-Management" zufrieden. Daher darf er in der Reha bleiben und muss nicht ins Gefängnis.

Doch durch den Entzug der Bewährung steht Browns Freiheit auf wackligen Beinen. Sollte er auch nur einen Schokoriegel im Supermarkt klauen oder einen Autofahrer obszön beschimpfen, kann er sofort und ohne Vorwarnung festgenommen werden. Der 24-jährige Sänger darf bis zur nächsten Anhörung im Februar auch kein "medizinisch verschriebenes Marihuana" mehr rauchen, so Richter Brandlin. Nur so könne er lernen, "sich selbst emotional besser zu regulieren". Dem angeblich von einem Arzt verordneten Marihuana hat Brown einen negativen Drogentest zu verdanken.

Unklar ist auch, ob Brown tatsächlich die vom Gericht auferlegten 1000 Stunden Sozialarbeit abarbeiten wird. Zu diesen wurde er nach seiner brutalen Attacke auf Rihanna im Jahre 2009 verurteilt. Angeblich, so berichtet ABC News, habe Brown erst 60 Stunden Gemeindearbeit belegen können.


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