Zwei Fraktionen, drei Klassen, vier Karten - was sich nach vermeintlich wenig anhört, reicht für die Belange von "Battlefield Heroes" völlig aus. Statt Realismus gibt's Action-Kurzweil im Comic-Gewand. Wie schon bei den Vorgängern wollen auf den Karten Flaggenpunkte erobert werden. Je mehr davon unter der Kontrolle eines Teams stehen, umso schneller geht der anderen Mannschaft der Nachschub aus. Müßig zu erwähnen, dass gerade um die Flaggenpunkte wilde Kämpfe entstehen, die gerne auch mit Panzern, Jeeps und Flugzeugen ausgetragen werden. Die Steuerung der Vehikel ist dabei denkbar einfach ausgefallen ...
Mit zunehmender Kampferfahrung steigt der virtuelle Recke im Rang auf, was Verbesserungen der klassenspezifischen Fähigkeiten mit sich bringt. Gleichzeitig erhält er "Valorpoints", die im Shop gegen Gegenstände eingetauscht werden können. Wer will, kann aber auch echtes Geld in seinen Helden investieren, um ihm ein cooleres Outfit oder ein paar neue Gesten wie Winken oder Weinen zu spendieren. "Microtransactions" heißt das Geschäftsprinzip, dem "Heroes" folgt und das auch bei EAs Sammelkarten-Spiel "Battleforge" zum Einsatz kommt.
Battlefield Heroes
Hersteller/Vertrieb | Dice/EA |
Genre | Online |
Plattform | PC |
Preis | kostenlos |
Altersfreigabe | ab 18 Jahren |
Aufgrund seiner Zugänglichkeit und dem Rangsystem macht "Battlefield Heroes" durchaus Spaß. Allerdings ist die Ballerei aufgrund der geringen Anzahl an Karten und dem simpel gestrickten Ablauf eher für ein Spielchen zwischendurch geeignet. Veteranen, die die taktische Tiefe der Vorgänger schätzten, sollten dagegen einen weiten Bogen um den Titel machen, da hier das Hauptaugenmerk klar auf rasanten Deathmatches und nicht auf taktisches Vorgehen im Team liegt. Immerhin läuft "Battlefield Heroes" aufgrund der geringen Systemvoraussetzungen auch auf kleinen Maschinen flüssig, wozu auch der der ausgereifte Netzcode beiträgt, der Verzögerungen bei der Datenübertragung so gut wie nie aufkommen lässt.