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"Eternal Sonata": Bitter-süßes Rührstück

Kein Meisterwerk, aber Applaus muss den Entwicklern von "Eternal Sonata" dennoch gespendet werden. Ihr Rollenspiel ist ein bitter-süßes Rührstück, das viele Gegensätze in sich zu vereinen versucht.

Ausgangspunkt von "Eternal Sonata" ist das Krankenbett des polnischen Pianisten Frédéric Chopin. Geschwächt von der Tuberkolose träumt sich der wohl einflussreichste Klavierkomponist des 19. Jahrhunderts fiebrig in ein farbenfrohes Fantasiereich, in dem Pflanzen wie Musikinstrumente geformt sind, Ziegen sprechen können und die Kinder Namen wie Allegretto, Falsetto, Viola, Polka oder Beat tragen.

Obwohl die funkelnden Bäche, das Wiegen der Bäume im Wind und die leuchtenden Felder einen idyllischen Eindruck vermitteln, laufen hier die Dinge gewaltig aus dem Ruder. Der finstere Graf Waltz vergiftet wissentlich die Bevölkerung mit einem Mineralpuder, das diese nach und nach in Monster verwandelt. Und ein Mädchen wie Polka, das Magie wirken kann, wird von den Menschen gemieden - heißt es doch, dass sie dem Tode geweiht ist. Das alles mag ein wenig kindlich-kitschig inszeniert sein. Dennoch trifft "Eternal Sonata" den richtigen emotionalen Ton ...

Anfangs wechselt das Geschehen immer wieder zwischen den unterschiedlichen Charakteren und Ebenen, wobei die Rückkehr zum sterbenden Chopin, der hier - und das sei der künstlerischen Freiheit der japanischen Entwickler von Tri-Crescendo geschuldet - ebenfalls ein Teenager ist, recht ernüchternd wirkt. Es erinnert den Spieler daran, dass die Reise seiner Helden nicht ewig dauern wird ...

Apropos: Knapp 25 bis 30 Stunden sollten geneigte Rollenspieler einplanen, um das Ende zu sehen. Diese sind genre-typisch mit vielen Story-Zwischensequenzen und noch mehr Kämpfen gespickt, in denen sich Frédéric und Co. gegen die unterschiedlichsten Viecher zur Wehr setzen. Der Clou von "Eternal Sonata": Die Kloppereien sind entspannend und hektisch zugleich. Solange der Spieler keinen Finger krümmt, stoppt das Geschehen. Erst wenn er eine seiner drei Figuren in Bewegung setzt, tickt die Uhr. Dann bleiben ihm nur wenige Sekunden, um einem Gegner in den Rücken zu fallen, ihn zu verhauen, einen Gegenstand zu benutzen oder eine spektakulär inszenierte Spezialattacke vom Stapel zu lassen. Im späteren Verlauf fällt die Bedenkzeit weg und es geht sofort zur Sache.

Ungewöhnlich: Die Arenen sind in lichte und schattige Bereiche unterteilt, die nicht nur Auswirkungen auf die Fähigkeiten der Helden, sondern auch auf die Monster haben. Zusammen mit der Möglichkeit, deren Angriffe im rechten Moment blocken zu können, kommt hier taktische Tiefe ins Spiel, die "Eternal Sonata" sonst jedoch eher vermissen lässt.

Das Abenteuer ist, von wenigen Nebenaufgaben- und Tätigkeiten einmal abgesehen, streng linear aufgebaut. Die in Kämpfen gewonnenen Erfahrungspunkte werden automatisch verteilt, und der Schwierigkeitsgrad wendet sich eher an Einsteiger als an erfahrene Rollenspieler.

Eternal Sonata

Hersteller/Vertrieb

Namco Bandai/Atari

Genre

Rollenspiel

Plattform

Xbox 360

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Dank der liebevollen Cel-Shading-Optik und der schön gezeichneten Figuren, die "Eternal Sonata" wie einen interaktiven Comic wirken lassen, fallen die kleinen Schwächen des Games jedoch kaum ins Gewicht. Zumal die Musikuntermalung erwartungsgemäß hervorragend ausfiel. Chopins Werke wurden unaufdringlich und doch omnipräsent integriert. Hier und dort lassen sich verstreute Partituren aufsammeln, die in einem Mini-Game nachgespielt werden können. Darüber hinaus gibt es seine Stücke, interpretiert vom russischen Pianisten Stanislav Bunin, in einigen Zwischenpassagen zu hören, die vom Leben des Komponisten erzählen. Schade allerdings, dass es nicht mehr für eine deutsche Sprachausgabe, sondern nur für die passenden Untertitel gereicht hat. Die echten Genre-Fans freuen sich dafür über die japanische Tonspur ...

Bernd Fetsch/Teleschau / TELESCHAU
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