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"Fette Sau": Speck verlieren zu Olympia

Die Olympischen Spiele in Athen lassen viele Computer-Daueranwender deprimiert auf die eigene dicke Bauchschwarte schauen: Eigentlich müssten sie ja auch einmal wieder etwas für ihre Figur tun. Im Spiel "Fette Sau" wird zumindest der Zeigefinger entfettet: Er muss im Stakkato auf das Tastenbrett herabsausen, um ein besonders dickes Schwein durch zehn Olympiadisziplinen zu führen.

Mächtig gewaltig sieht es aus, das dicke Schwein, das sich für das Computer-Spiel "Fette Sau" in ein Leibchen und ein viel zu enges Sporthöschen gezwängt hat. Doch mit dem Mut der Verzweiflung und einem vielleicht lebensrettenden Pulsband um die eigene Schwarte tritt unser Ausnahmeathlet zu einer ganz eigenen Version der Olympischen Spiele an. Der dicke Allesfresser versucht sich in der uneingeschränkten XXL-Version, die ab September im Fachhandel zu erstehen ist, gleich an sieben verschiedenen Disziplinen. Die 260 Kilo Schweinefleisch zeigen beim Hürdenlauf, Gewichtheben, Speerwerfen, Hammerwerfen, Weitsprung und beim Sprint, dass sie noch fit genug sind für den Schweiß treibenden Hochleistungssport.

Hoch die Taste

Die siebte Disziplin lässt sich bereits in der kostenlosen XS-Version ausprobieren, die nach dem Moorhuhn-Prinzip im Internet verschenkt wird. Beim Seilspringen kommt die "Fette Sau" erst einmal auf Touren. Hier staunt der Anwender zunächst über die schweinebauchfarbene 3D-Grafik des Spiels, die neue Akzente im Casual-Games-Markt setzt und besonders bei der Animation der hin und her wabernden Fettmassen neue Wege einschlägt. Das dicke Schweinchen steht nach dem Start des Spielemodus in einem roten Kreis und hält bereits das Springseil in der Hand. Mit der Pfeil-hoch-Taste wird das Seil in Schwingung versetzt. Zugleich zählt eine Stoppuhr mit, wie viele Sekunden das Schweinchen in Bewegung bleibt.

Fette Sau XS 1.0

System

Windows 98

Autor

Spielknecht

Sprache

Deutsch

Preis

Freeware

Größe

9,9 MB

"Halten, halten!"

Immer schneller muss der Spieler die Taste drücken, um die Seilspringgeschwindigkeit zu steigern. Unten links zeigt eine Balkengrafik an, ob das Tempo, das das Schweinchen vorlegt, olympiawürdig ist oder nicht. Der Spieler muss unbedingt dafür sorgen, dass der Geschwindigkeitsbalken vom orangefarbenen über den gelben bis in den grünen Bereich vordringt. Noch wichtiger: Die einmal erreichte Performance muss möglichst gehalten werden. Ansonsten ist das Spiel viel zu schnell wieder vorbei. Es ist ganz schön ermüdend, so lange auf die Taste einzuhämmern. Zugleich muss der Spieler auch noch auf die Pulsanzeige unten links achten. Schnauft das Schwein zu schwer, muss das Tempo doch noch gedrosselt werden, um keinen plötzlichen Athletentod zu provozieren.

Das Spiel geht nicht eben fair mit den Dickerchen dieser Welt um. Gibt das Schwein zu schnell auf, fällt das Urteil der Jury knallhart aus: "Du bist zu fett." Wer diesen Spruch nicht zu hören bekommt, ist vielleicht wirklich olympiawürdig und darf sich mit seinem Namen im Highscore verewigen.

Download beim Hersteller: www.fettesau.de

Carsten Scheibe / DPA
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