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"Killzone: Liberation": Verschanzen und Haare raufen

Die Ein-Mann-Spezialeinheit Jan Templar räumt wieder auf: In "Liberation" hat der "Killzone"-Held alle Hände voll zu tun - das taktische Geballer ist nichts für Anfänger.

Kaum steht Rambo-Klon Jan Templar den ersten rotäugigen Killern gegenüber, tauchen die ersten Schwierigkeiten auf. Anders als im ersten Teil, bringt es wenig, die Helghast-Truppen im Kugelhagel zu ertränken. Der PSP-Ableger erfordert von Anfang an strategisches Vorgehen. Bleibt der Spieler nicht stets in Deckung, hat er kaum eine Chance, den erbarmungslosen Salven der Gegner zu entgehen. Also: hinter Kisten, Mauern oder Felsvorsprüngen in Deckung gehen und aus sicherer Position das Feuer erwidern.

Doch dieses Grundprinzip ist leichter gesagt als umgesetzt. Die vertrackte Steuerung und das teils ungenaue Zielsystem macht es einem im Zusammenspiel mit der isometrischen Draufsicht nicht leicht: Bis zu drei Knöpfe müssen auf einmal gedrückt werden, um aus der Deckung heraus einem Schuft den Garaus zu machen. Besonders gemein ist, dass - vor allem anfangs - wenig Munition und Waffen zur Verfügung stehen, zumal die Helghast-Krieger eine effektive Rüstung tragen. Gefundene Moneten können allerdings in neue Schießeisen investiert werden, vom Sturmgewehr über den Raketenwerfer bis hin zu Granaten ist alles erhältlich.

Eine Ballerorgie wird "Killzone: Liberation" dennoch nie. Stattdessen muss sich Templar die Magazine einteilen: Endgegner sind nur mit der richtigen Taktik und der passenden Wumme zu erledigen. Und selbst wenn Vorgehensweise und Knarre stimmen, verlangen die Bosse dem Spieler alles ab. Die knochenharte K.I. dürfte selbst Profis Nerven kosten.

Killzone: Liberation

Hersteller/Vertrieb

Guerille/Sony Computer Entertainment

Genre

Action

Plattform

PSP

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Nichtsdestotrotz hält der Taktik-Shooter die Motivation aufrecht. Spannende Zwischensequenzen und detailgetreue Hintergründe sorgen dank Top-Grafik für gelungene Atmosphäre. Auch die akustische Untermalung kann sich hören lassen, wenngleich die PSP-Lautsprecher dem Sound nicht gerecht werden. Im Frühjahr soll außerdem der Online-Modus per Download nachgereicht werden: Bis zu sechs Spieler dürfen dann in vier Modi gegen einander antreten. Bis dahin sorgt der überzeugende Koop-Modus für Kurzweile.

Gregor Jossé/Teleschau / TELESCHAU