"L.A. Rush" Die wahren Pimps


Lust und Frust bei "L.A. Rush" - ob die "Pimp my Ride"-Jungs von "Westcoast Customs" da noch helfen können?

Feste Routen gibt es auf dem Weg von Checkpoint zu Checkpoint nicht, und auch die Gegner sind erst dann sicher abgehängt, wenn man sie in den Gegenverkehr bugsiert hat. Rennplatz ist - der Titel verrät es bereits - die Westküsten Metropole Los Angeles, die mit viel Liebe zum Detail nachgebaut wurde - vom Hollywood-Schriftzug über der Stadt bis hin zu den Armenvierteln in South Central.

Natürlich ist heute kein Straßenrennspiel mehr komplett ohne kräftige Tuning-Möglichkeiten. Und was liegt näher, als die Lizenzschlitten den Besten der Besten anzuvertrauen? Richtig geraten: Niemand Geringerer als die Jungs von "West Coast Customs", bekannt aus der MTV-Serie "Pimp my Ride", legen höchstpersönlich Hand an über 40 Originalfahrzeugen an. Wer aber jetzt auf vielfältige Möglichkeiten hofft, seinen Traumwagen so richtig aufzumotzen, wird enttäuscht. Für jedes Auto - gleich ob Nissan, Hummer oder Lamborghini - gibt es genau einen Komplettsatz, der das schöne Stück zwar verbessert und mit neuem Metallic-Lack versieht, aber keine Möglichkeiten lässt, selbst zu tunen.

Auch der Soundtrack hält nicht ganz das, was er verspricht - und mit den zum Teil regelrecht hundsgemeinen Rennstrecken kann die Konsolen-Raserei gerade zu Beginn zu einer recht frustrierenden Angelegenheit werden. Hat man sich erst einmal an den knackigen Schwierigkeitsgrad gewöhnt, beginnt "L.A. Rush" aber sogar richtig Spaß zu machen. Die Steuerung ist intuitiv und ermöglicht alles von coolen U-Turns bis hin zu halsbrecherischen Aufholjagden mit Nitro-Einspritzer. Und wenn wirklich alles schief geht und der eigene Schlitten in der nächsten Reklametafel hängt, wird das Unglück mit einer Zeitlupenaufnahme à la "Burnout Revenge" versüßt - auch wenn man sich nach dem zehnten Mal doch einen Ausschalt-Knopf wünscht.

L.A. Rush

Hersteller/Vertrieb

Pitbull Syndicate/Midway

Genre

Rennspiel

Plattform

PlayStation2, XBox, GameCube

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

"L.A. Rush" ist nicht die ultimative Raserei. Fast hat man den Eindruck, dass sich Midway zu sehr auf den Namen "West Coast Customs" und die hübschen Lizenz-Flitzer verlassen hat. Wer aber nicht gleich nach den ersten Stunden wütend das Pad in die Ecke wirft, bekommt ein solides Rennspiel mit netter Story, anspruchsvollen Strecken, ordentlicher Grafik und jeder Menge Pimp-Flair serviert.

Sebastian Geiger/Teleschau TELESCHAU

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