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"Lost In Blue 2": "Lost" auf Japanisch zum Mitnehmen

Der Überlebenskampf auf einer Insel kann ziemlich stressig sein - vor allem, wenn man sich um zwei Vielfraße kümmern muss.

"Lost in Blue 2" ist eines dieser Games, das zwar von den ungewöhnlichen Fähigkeiten des Nintendo-DS reichlich Gebrauch macht, den Spieler dabei aber irgendwie ziemlich doof aussehen lässt - vor allem, wenn er in seine Handheld-Konsole pusten muss, um ein Feuer zum Lodern zu bringen. Da erntet man schon mal irritierte Blicke in der U-Bahn ...

Doch der Reihe nach: Hier geht es um das Überleben zweier Teenager. Die wachen nach einem Schiffsunglück an einem Strand auf. Ob er lieber Jack oder Amy direkt steuern will, bleibt dem Spieler überlassen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, die früher oder später zum Tragen kommen: Während Jack gekonnt klettert, kämpft und schneller regeneriert, ist Amy geschickter im Umgang mit Pfeil und Bogen, kann beim Tauchen länger den Atem anhalten und beweist beim Kochen ein besseres Händchen.

Im Gegensatz zum Vorgänger ist der Partner allerdings kein Klotz am Bein mehr, sondern kann mit simplen Aufgaben beauftragt werden, die dann selbstständig ausgeführt werden. Leichter wird "Lost in Blue 2" deshalb allerdings nicht. Der Überlebenskampf auf der Insel ist immer noch ziemlich stressig. Ständig knurrt der Magen der beiden, weshalb vor allem zu Beginn des Abenteuertrips die Nahrungssuche überdeutlich im Vordergrund steht.

So vergehen die Tage in "Lost in Blue 2": Der Spieler sammelt Kokosnüsse, Seegras und Muscheln, geht auf die Jagd, erforscht das Eiland, stellt Werkzeuge her, legt Fallen und behält dabei immer die Gesundheitswerte des Paars im Auge. Hunger, Durst und Erschöpfung sind - von jeder Menge giftigen Pilzen, wilden Tieren, kleineren Erdbeben und Wirbelstürmen einmal abgesehen - dessen ärgste Feinde. Team-Work, Small-Talk und Schöner-Wohnen-Aktionen schweißen die beiden bis zur ihrer Flucht dagegen zunehmend zusammen.

Lost In Blue 2

Hersteller/Vertrieb

Konami/Konami

Genre

Action-Adventure

Plattform

Nintendo DS

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

o.A.

Bis es jedoch soweit ist, vergehen viele Stunden. Spaßige Stunden. Denn das Konami-Game hat einen Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann. Neugier ist hier die treibende Kraft, wenngleich sich Neuerungen gegenüber dem Vorgänger in argen Grenzen halten. Über die mittlerweile altbackene Präsentation sieht man wegen des ungewöhnlichen Settings jedoch gerne hinweg.

Gerd Hilber/Teleschau / TELESCHAU