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"Shadowgrounds: Survivors": Allein im Dunkeln

Charaktere, Waffen, Aliens, Level, Blut - "Shadowgrounds Survivor" bietet von allem mehr als sein Vorgänger.

Mit drei unterschiedlichen Charakteren kämpft sich der User durch 23 Missionen, die allesamt eins gemeinsam haben: Sie sind ausgesprochen düster ausgefallen. Was so manchen "Doom 3"-Geschädigten abschrecken mag, macht jedoch die bedrohliche Atmosphäre von "Shadowgrounds Survivor" aus. Diese baut sich eher durch die hervorragenden Licht- und Schattenspiele als durch die schwache Handlung auf: Ein Volk von Alien-Echsen überrennt den von der Menschheit besiedelten Jupiter-Mond Ganymed.

Der Spieler kann das natürlich nicht gut heißen. Ihm gehen die Viecher - nachdem sie seine Kollegen um- und den Strom lahmgelegt haben - derart auf die Nerven, dass er zur groß angelegten Reptilienjagd bläst.

Insgesamt stehen ihm ein Dutzend verschiedene Waffen (vier pro Charakter) zur Verfügung, die wie seine individuellen Fähigkeiten durch eingesammelte Upgrade-Teile gewaltig ausgebaut werden dürfen. Dann spuckt das Sturmgewehr plötzlich im Akkord Urangeschosse aus, Raketen- und Flammenwerfer wüten noch verheerender. Neben dem nicht zu verachtenden Waffenarsenal ist jedoch die Taschenlampe der beste Freund des Spielers. Damit kann er nämlich nicht nur dunkle Ecken ausleuchten, sondern auch einige lichtscheue Aliens in die Flucht schlagen ...

"Shadowgrounds Surivor" bietet schnelles und Action-lastiges Gameplay aus der Vogelperspektive gepaart mit einer Effekt-gespickten 3-D-Grafikengine, die trotz netter Physikspielereien jedoch schon ein wenig Patina angesetzt hat. Über Rätsel oder Teile der Handlung muss nicht nachgedacht werden. Strapaziert wird hier allenfalls der Zeigefinger. Das macht den Titel vor allem für Feierabendzocker interessant, die sich nach einem harten Arbeitstag noch ein wenig am PC vergnügen wollen.

Shadowgrounds: Survivors

Hersteller/Vertrieb

Frozenbyte/CDV

Genre

Action

Plattform

PC

Preis

ca. 30 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Sieben bis neun Stunden sollten für die ebenso kurzweilige wie sinnfreie Hatz durch Außenareale, Labors, Minenschächte und Schiffwracks angesetzt werden. Am Stück wird die jedoch keiner am PC verbringen - zu monoton ist die ewige Ballerei, die gelegentlich in Bossfights gipfelt und den Spieler auch mal in der Kanzel eines Mechs Platz nehmen lässt. Richtig spaßig wird's dagegen im Multiplayermodus, wenn bis zu vier Spieler an einem Computer gemeinsam den Aliens die Hölle heiß machen. Darüber hinaus wartet "Survivor" titelgemäß noch mit einem "Survival-Mode" inklusive sechs Zusatzlevel auf, in denen einfach nur so lange wie möglich überlebt werden muss ...

Bernd Fetsch/Teleschau / TELESCHAU
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