"Pain Compilation" Sch(m)erz lass nach!


Aua! Wer will, darf in "Pain" ein großes Sortiment an Spinnern, Versagern und verdrehten Genies buchstäblich an die Wand klatschen.

Gäbe es eine Lobby, die sich für die Rechte von virtuellen Charakteren einsetzt, würde sie wohl gegen "Pain" Sturm laufen: Unschuldige (wenn auch nervige) Typen können hier nach Herzenslust gequält werden - indem der Spieler sie per Katapult durch die Gegend schießt.

Das klingt nun grausamer, als es letztlich ist, denn die Inszenierung ist bewusst comichaft übersteigert. Bei "Pain" geht es um Anarcho-Slapstick im Stil der MTV-Sendung "Jackass" - und weit darüber hinaus, schließlich können virtuelle Spielefiguren einiges mehr aushalten als Johnny Knoxville, Steve-O und Co.

Scheinbar ist etwas dran am Sprichwort "Schadenfreude ist die schönste Freude", denn auf dem PlayStation-Network avancierte das Game zum Bestseller. Nun ist es auch auf Blu-ray-Disc erhältlich - mit 15 Charakteren, zusätzlichen Umgebungen und neuen Spielmodi.

Das Gameplay ist schnell erklärt: Per Katapult müssen die Dummies auf ein frei wählbares Ziel geschossen werden. Je mehr dabei zu Bruch geht und je schmerzhafter die Erfahrung der gebeutelten Figur, desto besser für den Punktestand. Bei manchen Disziplinen werden die Figuren als lebende Dartpfeile oder Bowlingkugeln zweckentfremdet, während es bei "Sprengstoff-Spaß" gilt, eine Punktlandung auf explosiven Zielen zu schaffen.

Pain Compilation

Hersteller/Vertrieb

Idol Minds/Sony

Genre

Action

Plattform

PlayStation3

Preis

ca. 30 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Trotz gelungener Optik und diverser Charaktere, sorgt das repetitive Gameplay auf Dauer nicht nur bei den Spielfiguren für Schmerzen. Wer allerdings lediglich Kanonenfutter für den kleinen Spielehunger zwischendurch sucht, wird an "Pain" jedoch seine wahre (Schaden)freude haben.

Michael Eichhammer/Teleschau TELESCHAU

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