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"Silent Hill: Homecoming": Horror von der Stange

Mit dem neuen Entwicklerteam Double Helix Games versucht Konami, der Survival-Horror-Serie "Silent Hill" im fünften Teil "Homecoming" neuen Schrecken einzuhauchen.

Alex Shepherd ist traumatisierter Kriegsveteran und absolviert gerade seinen Reha-Aufenthalt in einem ziemlich ungemütlichen Krankenhaus. Geplagt von Albträumen, in denen sein jüngerer Bruder Josh eine entscheidende Rolle spielt, bleibt Alex jedoch auch in den düstersten Operationssälen erstaunlich cool. Es juckt ihn wenig, wenn über ihm plötzlich die Deckenverkleidung herunterkracht und ihm unvermittelt ein Fleischklumpen vor dem Gesicht herumbaumelt. Und auch in seinem Heimatörtchen Sheperd's Glen, unweit der Kleinstadt Silent Hill, kann ihn offenbar nichts schocken ...

Kein Wunder: Alex geht es eben wie dem Spieler - er hat solche Szenarien wahrscheinlich vorher schon in Dutzenden anderer Survival-Horror-Spiele gesehen. Der fünfte Teil der "Silent Hill"-Reihe ist insofern ein "Homecoming", als es all die bekannten Klischees des Genres auch nur wieder zu einer neuen, blutigen Melange zusammenrührt: von gesichtslosen Krankenschwestern über mordlustige Mutantenhunde, vom irren Gestöhne und Gestammel aus den Surround-Boxen bis hin zum Nebel, der bedeutungsschwanger durch die Straßen der Kleinstadt wabert.

Die wenigen Puzzles fahren ebenfalls herkömmliche Kost auf: Gleich zu Anfang kommt das große Gähnen angesichts der Aufgabe, den Zahlencode zum Öffnen einer Gittertür zu finden. Die meisten Puzzles zeichnen sich weniger durch raffiniertes Design als vielmehr durch die langen Laufwege aus, die man zu ihrer Lösung zurücklegen muss. Was zudem im Gedächtnis bleibt: die vielen verschlossenen Türen, die Alex abklappern muss, bis er entdeckt, wo es weitergeht ...

Erfreulich ist einzig, dass die Kampffähigkeiten des Helden erweitert wurden: in "Homecoming" bedient er sich nicht nur unterschiedlicher Waffen - anfangs nutzt er lediglich ein Messer, später kommen Axt, Stahlrohr und diverse Schusswaffen hinzu - sondern kann auch gegnerischen Attacken ausweichen oder diese blocken. So ergeben sich taktische Möglichkeiten, die weit über die reine Klopperei hinausgehen. Trotzdem: Angesichts der wenigen unterschiedlichen Gegnertypen hält sich auch hier die Abwechslung in Grenzen. Ärgerlich zudem, dass Munition stets äußerst knapp ist und die wenigen Speicherpunkte meilenweit voneinander entfernt liegen.

Als Spieler steuert man den Helden aus der Verfolgerperspektive durch eine düstere Welt aus matschigen Texturen. Die meisten Gegenstände sind manipulierbar, was die Entwickler allerdings kaum für das Gameplay nutzten - so lassen sich Stühle lediglich umwerfen, nicht aber als Werkzeug oder Waffe einsetzen. Die PC-Version des Spiels läuft zudem nicht 100-prozentig stabil und stürzt gelegentlich ab. Auch beim Umstellen der Grafikauflösung im Optionen-Menü verabschiedet sich "Silent Hill" auf den Windows-Desktop. Wer nicht mit der wenig berauschenden 800x600-Optik vorlieb nehmen will, muss hier schon selbst Hand an die Config-Datei legen.

Silent Hill: Homecoming

Hersteller/Vertrieb

Konami/Konami

Genre

Action-Adventure

Plattform

PC, PlayStation3, Xbox 360

Preis

ca. 50Euro

Altersfreigabe

ab 18 Jahren

Echte Schreckmomente bleiben bei "Homecoming" selbst im abgedunkelten Zimmer selten. Zu abgegriffen ist die Dramaturgie der Horrorversatzstücke, um noch einen Anflug von Gänsehaut zu erzeugen. Alles ist vorhersehbar wie in der Geisterbahn eines durchschnittlichen Vergnügungsparks. Was bei manchem Interessenten ebenfalls die Kaufentscheidung mit beeinflussen könnte: Die PC-Version von "Homecoming" muss über Steam aktiviert werden.

Herbert Aichinger/Teleschau / TELESCHAU
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Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.