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"Spore: Galaktische Abenteuer": Das All bleibt öde

Ausflüge ins All gelten für gewöhnlich h als aufregend und spannend. Nicht so beim "Spore"-Addon "Galaktische Abenteuer" ...

Als "Spore" im September letzten Jahres in die Läden kam, erfreute dieses etwas andere Spiel des Lebens mit seinem Einfallsreichtum und einem geradezu genialen Editor, mit dessen Hilfe man die schrägsten Kreaturen erschaffen konnte. Auf lange Sicht gesehen enttäuschte das Programm des "Die Sims"-Erfnders Will Wright jedoch. Gerade das Endspiel im Weltall, die letzte Evolutionsstufe der eigenen Zivilisation, war eine eher träge geratene Angelegenheit, bei der man am Fließband immer gleiche Aufgaben erfüllte und Artefakte suchte.

An diesem Punkt setzt "Spore: Galaktische Abenteuer" an. Statt Zufallsaufträge gibt es nun 35 richtige Missionen von Maxis und tausende von Spielern erstellte, die meist auf die Planetenoberflächen führen. Doch leider sind die Einsätze erschreckend simpel und monoton ausgefallen. Mal kloppt man sich mit seinem frischernannten Kapitän durch spinnenverseuchte Labyrinthe, mal erledigt man stupide Botengänge, die durch eine kleine Geschichte aufgehübscht wurden.

Dass der Stellvertreter Erfahrungspunkte sammelt, neue Ausrüstungsgegenstände für den Editor und am Ende letztlich sogar eine Superwaffe für den eigenen Raumkreuzer bekommt, soll die Motivation hoch halten. Doch die verflüchtigt sich mit Warp Fünf, weil die "Galaktischen Abenteuer" gnadenlos die Schwachstellen von "Spore" aufzeigen. Laufen, reden, becircen - oder alles plattwalzen - die Interaktionsmöglichkeiten im Spiel sind doch eher beschränkt. Deshalb verwundert es nicht, dass auch die von den Usern per Editor erstellten Missionen kaum Abwechslung bieten.

Spore: Galaktische Abenteuer

Hersteller/Vertrieb

Maxis/Electronic Arts

Genre

Simulation

Plattform

PC, Mac OS X

Preis

ca. 30 Euro

Altersfreigabe

Ab 12 Jahren

Technische Evolution sucht man ebenfalls vergebens: An der etwas detailarmen Grafik des Hauptprogramm ändern die galaktischen Abenteuer nichts. Und auch die etwas hakelige Steuerung wurde kaum verbessert. 30 Euro für den Space-Trip sind definitiv zu viel!

Alexander Hildebrand/Teleschau / TELESCHAU
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