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"The Book of Unwritten Tales": Die Spötter der Ringe

Wenig Rätselnüsse, viele Lacher: Mit dem Point&Click-Adventure "The Book of Unwritten Tales" nimmt das Bremer Studio King Art Games Tolkiens Ring-Saga ebenso auf die Schippe wie übernächtigte "World of Warcraft"-Fans.

Gnom Wilbur Wetterquarz hat es satt, mit Hilfe von Müll schluckenden Robotern auf Rattenjagd zu gehen und möchte endlich mal richtige Abenteuer erleben. Doch als ihm aus heiterem Himmel ein Gremlin vor die Füße fällt und ihm einen geheimnisvollen Ring anvertraut, gerät sein Gnomenleben ziemlich aus den Fugen. Er soll das Schmuckstück beim Erzmagier in der Menschenstadt Seefels abgeben. Doch wie kommt man da hin? Wilburs ebenso zahnloser wie militaristischer Großvater hat hierfür eine Idee - schließlich gilt es, die Allianz der freien Völker gegen die finstere Schattenarmee zu verteidigen.

Unterwegs stößt Wilbur auf eine Reihe von Gefährten, die ihn auf seinen Abenteuern begleiten: die Elfe Ivo, den Freibeuter Nate und ein Zottelmonster namens Vieh. Als Spieler hat man die Möglichkeit, im Lauf des Abenteuers zwischen den Protagonisten hin- und herzuwechseln - was sich allerdings etwas mühsam gestaltet, zumal die Figuren nur gehen, aber nicht zum Rennen animiert werden können. Notwendig ist es trotzdem - weil sich manche der insgesamt recht logisch und einsteigerfreundlich aufgebauten Puzzles nur im Team lösen lassen.

Vor unlösbare Aufgaben wird hier jedoch keiner gestellt - per Leertaste lässt sich der Spieler auf dem Bildschirm die manipulierbaren Hotspots anzeigen, betrachtet, benutzt und kombiniert Gegenstände mit der Maus. Oft plaudert zudem die eine oder andere Spielfigur in den Multiple-Choice-Gesprächen nützliche Tipps aus. Auch wenn sich der Schwierigkeitsgrad in Grenzen hält: Die Puzzles fügen sich hervorragend in die Story ein und sorgen an keiner Stelle zu ärgerlichen "Hängern" - wenn man mal von einem im Internet bereits heiß diskutierten "Sackgassen"-Bug absieht, der jedoch schon in Kürze per Patch ausgebügelt werden soll.

"The Book of Unwritten Tales" setzt das Fantasy-Reich Aventásia in wunderschönen, äußerst detailliert gezeichneten 2-D-Hintergründen in Szene. Die Charaktere bewegen sich fast so natürlich wie in einem guten Zeichentrickfilm und überzeugen durch ihre ausdrucksstarke Mimik. In den umfangreichen, mit witzigen Anspielungen gewürzten Dialogen sprechen sie mit prominenten Synchronstimmen - wie etwa der von Angelina Jolie, Daniel Craig, George Clooney und Gary Oldman. Letzterer gibt im Übrigen den frustrierten, weil arbeitslosen Tod - schließlich können in Adventures keine Figuren sterben ... Oder etwa doch?

Wie andere aktuelle Adventures vom Schlage eines "Ceville" oder "1 ½ Ritter" auch, setzt "The Book of Unwritten Tales" ganz auf die Persiflage von Klassikern aus Spiel, Film und Literatur. Der "Herr der Ringe" kriegt ebenso sein Fett weg wie "Star Wars" oder Terry Pratchetts "Scheibenwelt". Wilburs Heim erinnert mit seinem putzigen Radar auf dem Dach an die Bauten in "Command & Conquer", während der Lehrer der magischen Akademie einem Spiel namens "World of Bureaucracy" verfallen ist ...

The Book of Unwritten Tales

Hersteller/Vertrieb

King Art Games/HMH Interactive

Genre

Adventure

Plattform

PC

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

So liebenswert und professionell umgesetzt "The Book of Unwritten Tales" auch ist, die gegenwärtige Mode, ganze Adventure-Storys und Rätsel größtenteils auf Anspielungen und Wiedererkennungseffekte aufzubauen, nutzt sich allmählich etwas ab. Es wird Zeit, dass sich Spiele-Entwickler aus dem übermächtigen Schatten von LucasArts herausbewegen und Neues entwickeln statt vorwiegend Altes zu zitieren.

Herbert Aichinger/Teleschau / TELESCHAU
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Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.