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"visKeeper": Geheimnisse auf dem PC bewahren

Konto-PINs, Internet-IDs, Software-Passwörter: Es gibt unzählige Buchstaben- und Zahlenkombinationen, die sich der Anwender zwingend merken muss. Der visKeeper nimmt seinem Besitzer die gesamte Denkarbeit ab und verwaltet die sensiblen Daten in einer sicheren Umgebung.

Das kann man sich doch alles gar nicht merken! Im Alltag fallen immer mehr Codes, PINs, Passwörter, User-IDs und sonstige Buchstaben- und Zahlenkolonnen an. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn es um den geschützten Zugang zum eigenen Geld, zum Telefon oder zu verschiedenen Internetseiten geht. Leider ist es aus sicherheitstechnischen Gründen nicht besonders klug, sich diese Daten einfach auf ein Blatt Papier aufzuschreiben. Es sei denn, es kommt ein wirklich sicheres Notizbuch zum Einsatz.

Alles Safe

Das wird etwa von der Windows-Software visKeeper gestellt. Sie legt beliebig viele virtuelle Bücher an, die hier Safes genannt werden. In diesen Safes lassen sich Datenblätter erstellen, auf denen dann die sensiblen Informationen erfasst werden. Gut ist, dass die Software bereits für zahlreiche Einsatzgebiete fix und fertig vorbereitete Formulare mitbringt - etwa für das Erfassen aller Daten rund um einen Ausweis, um ein Bankkonto, um das Handy, um eine Software-Freischaltung oder um die Zugangsdaten für eine Internet-Seite. Jedes Formular fragt dabei genau die Zahlen und Texte ab, die von Bedeutung sind. Reicht das noch nicht aus, kann jederzeit auch noch eine Notiz ins Fenster geschrieben werden.

Im Programmfenster werden die einzelnen Datenblätter in eine hierarchische Gliederung eingebunden. Per Mausklick lassen sich so leicht etwa alle Datensätze zum Thema "Mitgliedschaft" einsehen. Eine Suche steht ebenfalls bereit. Sie kommt am ehesten dann zum Einsatz, wenn der Anwender bereits sehr viele Daten notiert hat und nun selbst in der übersichtlichen Gliederung nicht mehr sofort fündig wird.

visKeeper Professional 3.07

System

ab Windows 98

Autor

SFR GmbH

Sprache

Deutsch

Preis

29,95 Euro

Größe

5.3 MB

Alle erfassten Daten werden auf der Dateiebene verschlüsselt abgelegt. So bekommt ein Datendieb nur einen ungenießbaren Buchstabensalat präsentiert, der ihm keine verwertbaren Informationen gewährt. Der dabei eingesetzte 128-Bit-Twofish-Algorithmus gilt als unknackbar.

Bild statt Buchstaben

Wie kommt der Benutzer an seine Daten? Er kann ein Passwort generieren oder eine PIN-Nummer zur Abfrage bringen. Besser ist es aber, auf das visuelle Bild-Passwort zu setzen, den so genannten visKey. In diesem Fall zeigt das Programm beim Start ein selbst ausgewähltes Bild an, in dem der Anwender schnell nacheinander bestimmte Bildpunkte anklicken muss, um so seine Authorisierung nachzuweisen.

Die Software kommt mit einem Ableger für den mobilen PocketPC daher. Wer ein solches Gerät besitzt, kann den visKeeper auch unterwegs einsetzen, was sich lohnt, wenn etwa Geheimnummern von Bank- und Kreditkarten abzurufen sind. Beide Programme lassen sich in der Testversion 30 Tage lang nutzen.

Download beim Hersteller: www.sfr-software.de

Carsten Scheibe
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