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Computerspiel: Sternenschiff Catan: Siegfried im Orkus

"Die Siedler von Catan" ist eine Legende unter den Brettspielen, und auch die Zwei-Spieler-Variante "Sternenschiff Catan" ist sehr gelungen. Dieses wurde nun für den PC umgesetzt.

"Lieber Kartengott", denke ich, "wenn es dich wirklich gibt, dann lass ihn jetzt bitte diesen vermaledeiten Handelsplaneten aufdecken, den ich seit fünf Runden verzweifelt suche." Mit pochendem Herzen und einem nervösen Zucken um die Mundwinkel beobachte ich, wie mein Gegenüber langsam die Hand zum Stapel führt, die oberste Karte umdreht und sich ansieht. Ein diabolisches Grinsen macht sich auf seinem Gesicht breit. "Ein Pirat!", höhnt er triumphierend, "Bezahlen oder kämpfen?" Na wundervoll! Statt vor einer lukrativen Handelsstation stehe ich vor der Alternative, diesem Raumseeräubergesindel meine teuer verdienten Astros in den Rachen zu schmeißen oder von ihm in den Orkus geschickt zu werden. "Kämpfen!", entgegne ich trotzig, wohl wissend, dass ich mit meinen zwei jämmerlichen Bordkanonen kaum etwas ausrichten kann. Im nächsten Moment wird mein Schiff mit voller Breitseite getroffen. Bin im Orkus angekommen. Nächste Runde läuft's vielleicht besser.

Man hat es nicht leicht als Kommandeur auf dem "Sternenschiff Catan". Die Planeten sind nie da, wo man sie vermutet, die Triebwerke sind viel zu leistungsschwach und dann ständig diese fürchterlichen Piraten. Nein, man hat es nicht leicht. Dennoch gebe ich gerne zu, dass ich dem genialen Zwei-Personen-Brettspiel aus der Catan-Spielereihe des Klaus Teuber verfallen bin. Seit dem vergangenen Sommerurlaub. Kein Reisetag verging damals, an dem wir nicht zumindest einmal "ins All geflogen" wären. Die Teuber-typische Mischung aus Strategie- und Glückselementen hatte es uns einfach angetan.

Sternenschiff Catan

Hersteller/Vertrieb

Rock-a-Zonga/Take2

Genre

Strategiespiel

Plattform

PC

Preis

ca. 15 Euro

Altersfreigabe

ohne Beschränkung

Traditionell schwieriger Transfer

Nun liegt das "Sternenschiff Catan" als PC-Version vor mir und ich darf es testen - mit der Skepsis, die beim Transfer Brett- zu Computerspiel grundsätzlich angebracht ist.

Zuerst muss ich meinen Kommandeur aus einer Reihe von acht Cyber-Figuren auswählen, die mich alle an eine weniger erfolgreiche Science-Fiction-Serie auf Super-RTL erinnern. Ich klicke auf den, der am gemeinsten aussieht und nenne ihn Captain Future. Es kann nicht schaden, die gesamte Bandbreite zwischen Bosheit und Gutherzigkeit in einem Charakter aufzubieten. Der Computer entscheidet sich für Siegfried, den blonden Cyberrecken im grüngelben Bundesgrenzschutz-Outfit.

Immer diese Raum-Zeit-Zerrungen...

Da ich das Brettspiel gut kenne, lasse ich die Einführungsmission beiseite und fordere Siegfried gleich zum klassischen Missionenduell auf: Zwei catanische Raumschiffe sind durch ein kleines Unglück mit der Raum-Zeit-Zerrung aus ihrem Heimatsystem gepustet worden und finden sich in einer unbekannten Galaxie wieder, die es zu erforschen gilt.

Während der langen Ladezeit überlege ich, wie in aller Welt diese Umsetzung bloß gelingen soll. Um das Brettspiel zu spielen, braucht man reichlich Platz, ungefähr das Sechsfache von dem, was mein 17-Zoll-Monitor so an Fläche zu bieten hat (den Platz für Getränke und Knabberkram nicht eingerechnet). Ich bin mir sicher: Es geht nicht. Mich erwartet entweder ein unübersichtliches "Klein-in-klein" oder ich werde vielfach hin- und herscrollen müssen, um mir einen Überblick über das Spielfeld zu verschaffen.

Überraschung: Die Übersicht bleibt gewahrt

Kaum ist der Ladevorgang beendet, werde ich eines Besseren belehrt. Mit einfachen Methoden ist den Designern ein hervorragender Bildschirmaufbau gelungen, der in puncto Übersichtlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt – Dank sei dem Zoom-Effekt! Die Grafik ist zwar alles andere als avantgardistisch, aber Zweckmäßigkeit und Vorlagentreue sind mir in diesem Fall viel wichtiger.

Begeistert schicke ich meinen Captain Future los, die unbekannte Welt zu erkunden. Und die zehn Siegpunkte an Bord zu holen, die man braucht, um das Spiel zu gewinnen. Siegpunkte gibt es für die Gründung von Kolonien, für Erweiterung und Ausbau des eigenen Raumschiffes oder die massive Säuberung des Alls von üblen Cyberpiraten.

Die wenigen Schwächen des Brettspiels fehlen

Ich spiele einige Runden und stelle fest: Die Rechnung geht auf. Intuitive Bedienung plus detailgetreue Umsetzung ergibt großen Spielspaß. Kein nerviges Aufbauen der Spielutensilien, kein ewiges Gemische, keine "brennenden" Würfel - wie entspannend! Captain Future nimmt derweil feindliche Piraten auseinander, betreibt geschickten Handel mit wertvollen Rohstoffen und nimmt Kontakt zu den einheimischen Planetenbewohnern auf, die das rege Interesse mit Geschenken bedenken.

Wo ist Siegfried?

Siegpunkt um Siegpunkt addiert sich auf mein Konto, bis ich plötzlich irritiert innehalte: Wo zum Teufel ist Siegfried? Es folgt Ernüchterung. Siegfried hat total versagt. Während ich nach ein paar weiteren Runden als Sieger das All verlasse, hat mein Computergegner überhaupt nicht Fuß gefasst. Statt sich aufs Wesentliche zu konzentrieren, hat Siegfried wie besessen Astros (die catanische Währung) gescheffelt und Onkel-Dagobert-gleich in seinem Speicher gehortet. Das mag im richtigen Leben ein probates Mittel sein (auch da sind Zweifel angebracht) - bei diesem Spiel ist es definitiv falsch.

Leider manifestiert sich bei weiteren Stichproben gegen Siegfrieds PC-Kollegen, dass künstliche Intelligenz hier eher natürliche Dummheit ist und dass der Computergegner für fortgeschrittene Spieler keine echte Herausforderung darstellt. Nur gut, dass man "Sternenschiff Catan" per Web, Netzwerk oder "Hot Seat"-Modus auch gegen Menschen spielen kann.

Fazit

Die PC-Version "Sternenschiff Catan" ist die solide und beinahe originalgetreue Wiedergabe des Brettspiels plus ein wenig mehr. Wer die Spiele von Klaus Teuber schätzt, diese typische Mischung aus Strategie-, Merk- und Glückselementen, der wird das "Sternenschiff Catan" mögen. Und es am besten am PC spielen - gegen menschliche Gegner!

Besonderheit: Registrierten Spielern steht ein Update mit einem Editor für einfache Änderungen und einem Mod-Tool für weit reichende Eingriffe ins Spielgeschehen zur Verfügung.

Jens Findeisen
Themen in diesem Artikel
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.