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"Siedler von Catan"-Erfinder Klaus Teuber: "Ich bescheiße nicht"

Klaus Teuber ist Erfinder eines weltweit erfolgreichen Spieles: "Die Siedler von Catan" wird in 40 Ländern gespielt - in Berlin geht es dabei aktuell sogar um einen Titel als Weltmeister.

Klaus Teuber, Erfinder des Brettspiels "Die Siedler von Catan", besucht die Weltmeisterschaft seines Spiels im Museum für Kommunikation

Klaus Teuber, Erfinder des Brettspiels "Die Siedler von Catan", besucht die Weltmeisterschaft seines Spiels im Museum für Kommunikation

Klaus Teuber ist ein bescheidener Mann. Er fühlt sich nicht als glitzernder Star der Brettspielewelt. Obwohl das durchaus anzunehmen wäre. Teuber ist der Erfinder von "Die Siedler von Catan". Sein Spiel hat sich allein in Deutschland über zehn Millionen mal verkauft; es wird in mehr als 40 Ländern gespielt und ist in 30 Sprachen übersetzt worden. Mit grauem Haar, Lederjacke und einer Zigarette im Mund steht Teuber am Eingang des Museums für Kommunikation in Berlin. Hier treten am Wochenende des 11. und 12. Oktober 35 Länder gegeneinander an: In der "Siedler von Catan"-Weltmeisterschaft.

Herr Teuber, bescheißen Sie beim Spielen?
Nein, auf gar keinen Fall, das würde ja das Spielprinzip stören. Und das macht dann keinen Spaß. Allerdings muss ich bei meiner Frau immer aufpassen.

Es gibt kaum Brettspiele, die ein so ausgewogenes Spielprinzip haben wie "Die Siedler von Cantan". Als Sie dieses Spiel vor knapp 20 Jahren auf den Markt brachten, konnten Sie da ahnen, dass es ein so großer Erfolg werden würde?


Nein. Es ist eigentlich ein Märchen, alles was passiert ist. Ich wusste damals, es ist ein gutes Spiel. Und wenn man bedenkt, dass es zuvor zweimal von Spieleverlagen abgelehnt wurde... Die wollten, dass ich die Regeln vereinfache und irgendwas mit Dinosauriern oder Hochhäusern mache, irgendwas spannendes Visuelles. Da bin ich froh, dass ich dieses Spiel auch nie verändert habe.

Sie sind kein traditioneller Spieleautor, der komplexe mathematische Spielregeln entwirft, Sie erzählen Geschichten. Ist das der Grund, warum das Spiel international funktioniert? Weil Ihre Geschichten international sind?


Ich habe Spiele gemacht, um einen Ausgleich zum Beruf zu haben, da gab es immer Stress. Spiele entwickeln war ein Refugium, da redete mir keiner rein. "Die Siedler von Catan" ist eine Geschichte, die ich spielbar machen wollte und ich bin sehr glücklich darüber, wieviele Menschen dieses Spiel heute spielen.

Brettspiele haben in den vergangenen Jahren eine ungewöhnliche Wandlung durchgemacht: vom Nerd-Hobby zum Massenphänomen. Glauben Sie, dass die Siedler einen Teil dazu beigetragen haben?


Ich kann mich noch an einen Fotografen vom stern erinnern, nachdem ich zum ersten Mal mit dem Titel "Spiel des Jahres" ausgezeichnet worden war: Der wollte, dass ich mir die Haare zerzause und aussehe wie ein verrückter Spieleautor. Das wollte ich aber nicht. Die damalige Vorstellung von Spielemachern und Spielern war ja immer: etwas entrückt, in der eigenen Welt. Das ist heute nicht mehr so.

In Berlin kämpfen Spieler aus aller Welt um den Weltmeister-Titel in "Die Siedler von Catan"

In Berlin kämpfen Spieler aus aller Welt um den Weltmeister-Titel in "Die Siedler von Catan"

Entwickeln Sie Spiele, wie ein Schriftsteller, der ein Bauchgefühl aufschreibt?
Ich mache immer aus Geschichten Spiele; Erlebnisse aus Büchern in Spiele zu übertragen, das war immer der Anreiz. Das erkennt man auch an meinem nächsten Spiel.

Wie hoch war der Druck für das nächste große Spiel? Im Prinzip sind Sie ein Megastar der Brettspiele. Ist das dann so, wie bei Musikern, die ein neues Album aufnehmen müssen und an der Angst vorm Scheitern zerbrechen?


Der Druck ist schon hoch, aber ich lasse das nicht an mich ran. Das perlt an mir ab. Ich habe mit meinem Sohn zum Beispiel ein Spiel entwickelt, das die Menschen "ganz nett" fanden, sie wollte es aber nicht noch einmal spielen. Der Reiz war schnell verflogen. Das ist dann zwar blöd. Aber dann wird sich eben ans nächste Spiel gesetzt. Aber "Catan", ja, das ist schon eine große Hürde.

Der große "Siedler"-Nachfolger, überwindet er die Hürde?


Das weiß man nicht, aber im Herbst des nächsten Jahres kommt es raus.

Wieder eine Geschichte?


Ja, es geht um Staaten und Bevölkerungen und darum, dass es den meisten Menschen nach einer Revolution immer noch schlecht geht. Dass Macht Menschen Menschen drangsalieren lässt. Das hat mich gereizt.

Wenn Sie Brettspiele spielen, können Sie überhaupt noch Spaß daran haben oder wird jedes Spiel durchanalysiert?


Einmal im Jahr spiele ich mit meinem Sohn jene Spiele, die schon als sehr gut gelten - und dann kann ich mich darauf einlassen und habe einfach Vergnügen beim Spielen.

Beobachten Sie die internationalen Spielemärkte - gerade sind ja Kartenspiele äußerst beliebt?


Nee, das habe ich eigentlich nie gemacht. Ich will Spiele machen, die keinen Frustmoment erzeugen; ich will, dass die Leute Spaß haben.

Frust, wie beim Klassiker "Risiko"?


Ja, das wollten wir nicht. Allerdings haben wir auch mal eine Zuschrift von einer Frau bekommen, die sagte: "Der Räuber aus 'Siedler' hat meine Ehe zerstört".

35 Länder treten im Museum für Kommunikation gegeneinander an

35 Länder treten im Museum für Kommunikation gegeneinander an

Apropos Risiko: Ihr Spiel ist finanziell erfolgreich, eine weltweite Marke. Empfinden Sie manchmal, heimlich, Größenwahn?
Das ist mir vollkommen egal, das ist eben so. Ich mache gerne Spiele. Mehr nicht. Ich wohne in einem Reihenhaus, ich würde sagen: Da ist kein Platz für Größenwahn.

Derzeit wird die Welt digital, befürchten Sie, dass Brettspiele irgendwann aussterben?


Nein, das Brettspiel bleibt. Natürlich gibt es auch eine elektronische Form, aber die ist eher ergänzend. Diese technischen Umwälzungen erlebt das Brettspiel nicht. Die Menschen wollen Spielbretter, das Haptische, Kunststoffiguren. Das wollen die Leute immer haben.

Und weil der Mensch beim Spielen konzentriert abschalten kann?


Brettspiele geben Ruhe und lenken von dem Alltagsstress ab. Es belohnt, wenn man mal zwei Stunden ein Spiel spielt, nicht das Handy in die Hand nimmt. Und das ist das Besondere. Das Einzigartige.

Das Brettspielgefühl, das jeder kennt, der mal die eigenen Verwandten in Monopoly abgezogen hat oder bei Carcassonne die längste Straße hatte?


Das ist ein sehr starkes Gefühl und der Mensch, gegen den man spielt, reagiert ja auch sehr stark. Vielleicht hat man ja auch noch eine Rechnung offen. Und klärt das beim Spielen. Das spricht alles für das klassische Spiel und gegen die digitale Version.

Und Spiele haben ja auch einen erzieherischen Effekt.


Ja und das ist für mich fast das Wichtigste an Spielen. Sie lehren Kinder Toleranz, es bringt nichts zu Betrügen. Es lehrt Ehrgefühl.

Als Sie Ihrem Sohn Brettspiele beigebracht haben, haben Sie ihn da gewinnen lassen?


Nein, ich habe immer ganz normal gespielt, aber irgendwann hat er mich dann besiegt und heute gewinnt er fast immer.

Schlimm?


Nein, das ist voll in Ordnung.

Das Interview führte Thilo Mischke
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(