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Fußball Manager Pro: Herausforderer mit Stärken und Schwächen

Mit originellen Funktionen wie der aus dem Radio bekannten Konferenzschaltung wagt der "Fußball Manager Pro" den Vorstoß in die Liga der Platzhirsche "Fußball Manager 2003" und "Anstoß". Kann der Außenseiter punkten?

Kaufen oder abwarten, das ist die Frage, die sich viele Anhänger von Fußball-Managerspielen derzeit stellen. Gut ein Jahr ist es her, dass mit dem "Fußball Manager 2003" von Electronic Arts die letzte Referenz in diesem Genre auf den Markt kam. Die Fortsetzung, Fußball Manager 2004, ist für November angekündigt. Schon vorher soll "Anstoß 4 Edition 03/04" der deutschen Spieleschmiede Ascaron erscheinen. Viel Konkurrenz also für den von Heart-Line programmierten und JoWood vertriebenen Fußball Manager Pro, der seit kurzem für rund 40 Euro in den Regalen steht. Lohnt sich die Ausgabe?

Geschwindigkeits-Probleme

Für Neulinge in diesem Genre ist die Frage schnell beantwortet: Nein! Sie fahren in jedem Fall besser mit dem ein Jahr alten Fußball Manager 2003, der ist zum einen übersichtlicher, zum anderen bietet er die weitaus schönere Grafik. Auch Besitzer schwächerer Rechner der Ein-Giga-Hertz-Klasse sollten sich den Kauf gut überlegen. Sie müssen etwas an den Details der ohnehin nur mittelprächtigen Grafik schrauben, damit der Fußball Manager Pro flüssig läuft. Vor allem aber gibt es Geschwindigkeits-Probleme mit dem absoluten Clou des Spiels: der Konferenzschaltung.

Das Highlight: die Konferenzschaltung

Mit diesem Feature ist den Programmierern von Heart-Line ein großer Wurf gelungen. Bis zu vier Begegnungen lassen sich gleichzeitig auf dem Bildschirm verfolgen. So kann man nicht nur das eigene Team, sondern auch die Konkurrenten im Auge behalten. Da alle Begegnungen eines Spieltags parallel in Echtzeit berechnet werden, kann der Spieler aber auch jederzeit von einem Spiel ins andere wechseln, ganz so, als wenn man durch verschiedene Fernsehkanäle zappen würde. Das macht großen Spaß und stellt eine echte Neuerung bei Fußball-Managerspielen dar. Dass die Spiele „live“ berechnet werden, hat noch einen zweiten Vorteil. Taktische Vorgaben werden endlich besser umgesetzt als dies bisher in anderen Genrevertretern der Fall war. Wird der Mannschaft gesagt, sie soll auf der rechten Seite die Räume eng machen, dann werden sich dort auch vermehrt Spieler tummeln.

Fußball Manager Pro

Hersteller/Vertrieb

Heart-Line/JoWood

Genre

Fußball-Manager

Plattform

PC

Preis

ca. 40 Euro

Es spielen ManU gegen Liverpool, aber die Fans feiern die Bayern

Diese Stärken reichen allerdings nicht aus, um über die zahlreiche Schwächen des Spiels hinwegzusehen. So verfügt der Fußball Manager Pro nicht über die offizielle Lizenz. Wer also Wert auf die echten Namen der Fußballer legt, muss diese im mitgelieferten Editor zunächst selbst mühsam editieren. Zudem ist die Menüführung übertrieben kompliziert und unübersichtlich. Der Spieler wird förmlich von einem Wald an Zahlen erschlagen. Zum Glück lässt sich vieles an die zahlreichen Assistenten delegieren. Kleine Logik-Fehler gibt es auch bei der Spieldarstellung. Da tönt dann schon einmal "Olé, olé, FC Bayern" durchs Stadion, wenn Liverpool gegen Manchester spielt. Und der Schiedsrichter zeigt nur Gelb, wenn er einen Spieler mit gelb-roter Karte vom Platz stellt. Eine wirkliche Katastrophe sind die schwachen Torhüter, die manchmal sinnlos aus ihrem Tor laufen, gelegentlich Paraden zeigen, die allen Gesetzen der Schwerkraft trotzen, um dann wieder leichte Bälle wie erstarrt passieren zu lassen.

Wer über solche Dinge hinwegsehen kann, für den kann der Fußball Manager Pro aufgrund der taktischen Möglichkeiten und der attraktiven Konferenzschaltung durchaus ein lohnender Griff sein. Anfänger werden durch das sehr ausführliche Handbuch behutsam herangeführt. Ausgewiesene Fans des Genres dürfen bedenkenlos zugreifen, wenn sie über einen Rechner von mindestens zwei Gigahertz oder mehr verfügen.

Volker Gast
Themen in diesem Artikel
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.