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Microsoft "Surface": Der PC im Couchtisch

Sechs Jahre hat Microsoft daran gearbeitet, einen PC mit einem Couchtisch zu verschmelzen. Das Ergebnis heißt "Surface", kommt ohne Maus und Tastatur aus und lebt von einem berührungsempfindlichen Bildschirm - der Tischplatte.

Microsoft hat in fast sechsjähriger Entwicklungszeit Computer und Tisch miteinander verschmolzen. Herausgekommen ist ein Möbelstück namens "Surface", in dem ein großer berührungsempfindlicher Bildschirm nahezu die gesamte Tischplatte ausfüllt. Tastatur und Maus sucht man vergeblich.

Die Bedienung des interaktiven Tisches erfolgt mit den Fingern direkt auf der Tischoberfläche. Im Gegensatz zu herkömmlichen Touchscreens soll Surface verschiedene Berührungen gleichzeitig erkennen und unterscheiden können, sodass mehrere Personen mit dem System interagieren können. Der Surface-Tisch ist mit Sensoren, fünf Infrarotkameras sowie drahtlosen Bluetooth und Wifi-Verbindungen ausgestattet. So lässt sich beispielsweise ein Foto aus einer Datei über Berührung mit der Hand verschieben oder auf Druck einer virtuellen Werkzeugleiste bearbeiten. Mit Handbewegungen lassen sich Bilder vergrößern und drehen. Ein Malprogramm lässt Kindergartengefühle zurückkehren, wenn die Nutzer ihre Fingerspitzen in eine virtuelle Farbpalette tunken und munter herumschmieren können.

In Hotels (erster Kunde: Sheraton) oder Kasinos (als Erste die Harrah's-Gruppe) könnten per Handbewegung Lagepläne erkundet oder zum Beispiel zusätzliche Informationen zu Speisen und Getränken eingeblendet werden. In einem Video des Onlinemagazins Cnet News wird gezeigt, wie man durch eine interaktive Speisekarte blättert und seine Bestellung per Handbewegung aufgibt.

Weiterhin sei der Surface-Tisch laut Microsoft in der Lage, Kontakt zu auf ihm platzierten drahtlos vernetzbaren Geräten und Gegenständen mit speziellen Chips aufzunehmen. Von einer Digitalkamera ließen sich dann sofort aufgenommene Bilder anzeigen. Spezielle Hotelkeycards könnten als Identifikation dienen und dem Kunden für ihn zugeschnittene Informationen anzeigen.

Betriebssystem von Surface ist Microsofts Windows Vista mit zusätzlicher Software. In diesem Jahr will Microsoft erste der 5000 bis 10.000 Dollar teuren Surface-Computer zunächst an Kasinos und Hotels verkaufen. Auch T- Mobile USA wird sie in Läden einsetzen. In drei bis fünf Jahren sollen günstigere Geräte für den Verbrauchermarkt erhältlich sein, hieß es.

Große Pläne von Steve Ballmer

Microsoft-Chef Steve Ballmer sagte: "Wir betrachten das Ganze als eine Multi-Milliarden-Dollar-Kategorie und stellen uns eine Zeit vor, in der Oberflächen-Computertechnik überall sein wird, in Tischen genauso wie in Spiegeln an der Wand."

Andere Modelle schon auf der Ifa

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hatte ein ähnliches Konzept unter dem Namen "Entertaible" bereits im vergangenen Jahr unter anderem auf der Internationalen Funkausstellung Ifa in Berlin präsentiert. Auch da wurden Kasinos, Hotels oder Lokale als potenzieller Einsatzbereich genannt. Allerdings war der Bildschirm in dem Philips-Prototypen deutlich kleiner als in der Microsoft-Tischplatte, die eine Diagonale von 30 Zoll (gut 76 cm) hat.

Ralf Sander mit DPA
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.