news Der Weg aus der Flaute ist weit


Die Einführung des neuen Betriebssystems Windows XP wird die Geschäfte von Microsoft kurzfristig kaum beleben. Hauptursache dafür ist die Flaute bei den PC-Absätzen - Microsoft erwartet eine Stagnation der Verkaufszahlen oder sogar einen Rückgang um zwei Prozent bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahrs im Juni 2002. Finanzvorstand Jim Connors sagte bei der Vorstellung der Bilanz für das Ende September abgeschlossene Quartal: »Windows XP wird ein sehr erfolgreiches Produkt, sowohl mit Bezug auf die Kundenzufriedenheit als auch unter finanziellen Gesichtspunkten - langfristig betrachtet.«

Im Vergleich zu anderen High-Tech-Unternehmen ein »sicherer Hafen«

Für das Geschäftsjahr 2001/2002 erwartet Microsoft nach Angaben von Connors Umsätze zwischen 28,4 und 29,1 Milliarden Dollar. Den Auftakt dazu machte das Ende September abgeschlossene erste Quartal des Microsoft-Finanzjahrs mit 6,13 Milliarden Dollar - das waren sechs Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Der Gewinn aber brach um 42 Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar an.

Dazu trugen nach Angaben des Unternehmens in Redmond bei Seattle Investment-Verluste in der Telekommunikationsbranche bei. Auch für das laufende Quartal werden die Gewinnaussichten zurückhaltend eingeschätzt. Im Vergleich zu anderen High-Tech-Unternehmen hat Microsoft bislang aber weniger stark unter der schwachen Branchenkonjunktur gelitten, so dass die Microsoft-Aktie an der Börse mittlerweile als »sicherer Hafen« für Technologie-Anleger gilt.

Bei der Markteinführung von Windows XP am Donnerstag dieser Woche wird erwartet, dass die meisten Kunden erst bei der Anschaffung eines neuen Computers das neue Betriebssystem übernehmen werden. Die Update-Bereitschaft von Unternehmen, die bisher schon Windows 2000 einsetzen, gilt aber angesichts der Konjunkturschwäche als gering. Windows XP erscheint in einer Home-Edition als Nachfolger von Windows 98/Me für den privaten Anwender und in einer Professional-Ausgabe für Unternehmenskunden. Damit werden beide Entwicklungslinien erstmals zusammengeführt. Zu den wichtigsten Neuerungen für Privatanwender gehören eine deutlich höhere Stabilität und erweiterte Funktionen wie die integrierte Unterstützung von DVD-Filmen und CD-Brenner.

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