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PC-Software: PC Booster: Das geht auch schneller

Das wäre der Traum aller Anwender: eine Software, die das vorhandene Windows-System analysiert und anschließend zahlreiche Vorschläge vorbringt, wie das System zu tunen und zu reparieren ist. Der "PC Booster" verspricht, genau das zu leisten.

Das wäre der Traum aller Anwender: eine Software, die das vorhandene Windows-System analysiert und anschließend zahlreiche Vorschläge vorbringt, wie das System zu tunen und zu reparieren ist. Der "PC Booster" verspricht, genau das zu leisten.

Nach dem Start der Software sichert der "PC Booster" erst einmal alle aktuellen Einstellungen des Anwenders. Das ist gut so, denn nur so ist es möglich, sie im Zweifelsfall wieder rückgängig zu machen. Anschließend startet das Tool eine umfassende Analyse, die mehrere Minuten dauern kann. Während dieses Vorgangs sollten alle anderen Anwendungen geschlossen werden, um Störungen von außen zu verhindern.

Alles oder nichts

Nach der Analyse stellt der "PC Booster" eine Liste mit zum eigenen System passenden Tuningtipps bereit. Da geht es etwa darum, das Aufklappen der Programmmenüs zu beschleunigen, die Performance der CD-Laufwerke zu steigern oder die Registry-Werte zu beeinflussen, um einen höheren Datendurchsatz zu erzwingen. Mit der Optimize-Funktion werden alle Vorschläge in die Tat umgesetzt. Das klingt gut. Der PC-Einsteiger muss den Vorschlägen der Software allerdings blind vertrauen. Besser wäre es gewesen, wenn passend zu allen Optionen ein Hilfetext abrufbar wäre. Ebenso wichtig wäre es in Zukunft, die Vorschläge einzeln abschalten zu können. Denn was ist, wenn der Anwender alle Vorschläge umsetzen möchte – bis auf einen.

PC Booster 2.0

System

Windows ab 95

Autor

Blitzbox

Preis

29,95 Euro

Sprache

Englisch

Dateigröße

2,1 MB

Handarbeit

Wer aus diesen Gründen mit der Funktion "Auto Tune" nicht arbeiten möchte, kann über das Menü die "Manual Tweaks" aufrufen. An dieser Stelle ist es möglich, zahlreiche geheime Optionen aus der Registry per Mausklick zu aktivieren. So ist es kein Problem, das Erscheinungsbild von Windows zu ändern oder von Hand weiterführende Optimierungen durchzuführen. Die einzelnen Optionen werden in neun Ebenen gelistet. Hier ist es möglich, einzelne Kommandos aus dem Startmenü zu entfernen, den lästigen Verknüpfungspfeil bei den Desktop-Icons zu deaktivieren oder die AutoPlay-Funktion der CD-Laufwerke ein- oder auszuschalten. Auf der Internet-Seite sorgt ein Buttondruck dafür, dass die Cookies gelöscht und der Cache geleert werden. Auch bei dieser Funktion fehlt allerdings die detaillierte Hilfe, die auf jede Option direkt eingeht.

Mehrere Zusatzmodule runden das Programm ab. So ist es möglich, den Arbeitsspeicher zu optimieren oder die eigene Hardware mit einem Burn-in-Test zu strapazieren. Die Testversion ist 14 Tage lang einsatzbereit.

Download beim Hersteller: http://www.blitzbox.de/index.html

Carsten Scheibe