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Scheibes Kolumne: Fremdschämen für iPhone-Besitzer

stern.de-Kolumnist Scheibe ist mit seinem neuen iPhone derart glücklich, dass er seine gesamte Umwelt damit nervt. Erst mit etwas Abstand fällt ihm auf, dass viele iPhone-Besitzer die guten Sitten ein wenig vermissen lassen.

Kaum habe ich mein erstes iPhone, benehme ich mich auch schon völlig daneben. Sagt jedenfalls Schwager Ingo. Der hat auch ein iPhone, lässt das aber nicht ständig raushängen. Er nimmt mich als guter Freund beiseite und erklärt mir, worauf ich in Zukunft achten muss, damit ich mich nicht mehr vor allen Leuten zum Volldeppen mache.

1. Es ist absolut NICHT okay, jedem entfernten Bekannten das iPhone unter die Nase zu halten, um ein Foto für die Kontaktdatenbank zu machen. Das wirkt sehr irritierend, auf einmal auf die nackte Kehrseite eines Geräts schauen zu müssen, das genauso gut auch ein Phaser aus der Star Trek Serie sein könnte.

2. Fragt jemand nach dem Weg, holt man NICHT das iPhone heraus, um GPS und WLAN zu nutzen, damit man auf Google Maps nachschauen kann, wo man gerade steht und wie man von dort aus am schnellsten zum Bäcker an der Ecke laufen kann. Zumal dann nicht, wenn man den Bächer auch schon mit dem bloßen Auge sehen kann.

3. Beim Spazierengehen mit der Familie trägt man NICHT das iPhone vor sich her, um den anderen ständig mitteilen zu können, dass man gerade einen ganzen Höhenmeter auf 100 Meter Strecke überwunden hat. Das interessiert die Familie genauso wenig wie die Kompass-Angabe, dass der ganze Tross gerade streng nach Norden hin unterwegs ist.

4. Man verschickt KEINE E-Mails vom iPhone, unter denen geschrieben steht: "Von meinem iPhone gesendet". Gut, das iPhone gibt diese Signatur automatisch vor. Aber in den Einstellungen lässt sie sich jederzeit ändern. Und Schwager Ingo sagt, dass dieser Spruch hier auch KEINE probate Alternative ist: "Von meinem iPhone gesendet, mit einer nymphomanen Schnecke im Arm und tausend Euro in der Hosentasche." Schade.

5. Man bemisst den Wert eines Menschen NICHT an der Anzahl der Apps, die dieser auf seinem iPhone speichert. Die Welt geht NICHT unter, nur weil die meisten Anwender keine elektronische Wasserwaage im Handy bei sich führen. Und es ist auch nicht essenziell, einen mobilen Duden in der Hosentasche mit dabei zu haben. Ehrlich. Wobei eine digitale Einkaufsliste den Familienfrieden in der Tat bewahren hilft, wenn ER endlich einmal wieder den Wocheneinkauf erledigt.

Nur mit echten Freunden chatten

6. Es ist NICHT okay, das iPhone klingeln zu lassen, nur um den anderen Leuten am Tisch den überirdisch guten neuen Klingelton in voller Lautstärke vorzuführen. Schon gar nicht dann, wenn man sich auf einem Elternabend, in einem Nobelrestaurant oder in einer Besprechung befindet.

Nun gut, dann hab ich ja ein paar Regeln bekommen, die ich über das Wochenende verinnerlichen kann. Es ist halt manchmal schon schwierig, sich normal zu verhalten, wenn man so ein geiles Gerät besitzt.

Eine Glosse von Carsten Scheibe, Typemania

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(