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Streit mit der EU: Microsoft kommt im Kartellstreit Auflagen nach

Microsoft will sich im jahrelangen Kartellstreit mit der Europäischen Union nach Angaben der EU-Kommission künftig an die Auflagen aus Brüssel halten. Das marktbeherrschende Betriebssystem Windows wird nun für die Konkurrenz geöffnet.

Einen Monat nach der spektakulären Niederlage vor dem EU-Gericht hat Microsoft ausstehende Wettbewerbsforderungen der Brüsseler EU-Kommission erfüllt. Dabei gehe es um die Öffnung des marktbeherrschenden Computer-Betriebssystems Windows für mehr Wettbewerb, teilte die EU-Behörde am Montag in Brüssel mit. Es wurden nun die Bedingungen festgelegt, unter denen Microsoft technische Einzelheiten an andere Hersteller offenlegt, damit deren Software für große Betriebsrechner mit Windows vereinbar wird.

Lizenzgebühr verringert

Microsoft werde den Entwicklern von so genannter "Open Source"-Software künftig die Informationen zur Verfügung stellen, die notwendig seien, damit die Programme mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows problemlos laufen könnten. Zudem habe der Konzern hohe Lizenzgebühren verringert. Die Kommission hielt sich offen, nachträglich noch ein Bußgeld für die bisher nach ihrer Ansicht ungerechtfertigten Lizenzgebühren für die technischen Informationen zu erheben. Eine Entscheidung werde zu einem späteren Zeitpunkt fallen.

dpa, reuters / Reuters
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