HOME

Terminverschiebung: Office 2007 macht dem Namen Ehre

Microsoft hat die Veröffentlichung seines nächsten Office-Pakets noch einmal verschoben: Privatnutzer werden die Software erst Anfang 2007 erhalten. Und es wird an einer Version auf Elsässisch gearbeitet.

Der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft bringt sein Softwareprogramm Office 2007 später auf den Markt als bislang geplant.

Geschäftskunden könnten das Programm nun voraussichtlich erst Ende 2006 statt wie ursprünglich geplant bereits im Herbst erhalten, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Für Privatanwender werde die Software nun gegen Anfang des kommenden Jahres zur Verfügung stehen. Bisher hatte sich Microsoft auf den Monat Januar als Starttermin festgelegt. Microsoft begründete die Verschiebung damit, dass das Programm auf erste Kundenreaktionen hin verbessert worden sei.

Über Konsequenzen für die ebenfalls bevorstehende Markteinführung des Betriebssystems Vista denke man noch nach, teilte Microsoft weiter mit.

Office auf Elsässisch

"Webschnuffler" für "Webbrowser" - das ist nur eine Übersetzung bei der weltweit ersten elsässisch-französischen Software des Computerriesen Microsoft. Zur Entwicklung dieser Version des Programms "Office" wurde in Straßburg ein Vertrag zwischen der Region Elsass und Microsoft unterschrieben. Dafür müssen 50.000 Begriffe auf Elsässisch übersetzt werden. Microsoft will mit der Initiative Regionalsprachen in der Welt vor dem Aussterben retten.

Die teils witzigen elsässischen Sprachschöpfungen für die Technologie-Sprache hat sich der 84-jährige emeritierte Professor für Dialektologie, Raymond Matzen, einfallen lassen. Begrüßt wird der Benutzer mit einem "Güete Morje" auf der "Startsit". Ein kommerzielles Ziel werde nicht verfolgt, sagte ein Sprecher von Microsoft. Das Programm wende sich an erwachsene und jugendliche Benutzer, "die Elsässisch am Leben erhalten wollen".

Wer "keyboard" (clavier) anklickt, liest im Tipptext des Mauszeigers "Täschtbrett" (Tastenbrett). Auch der regionale Sprachreichtum wurde berücksichtigt: Für "Programm schließen" werden zwei Varianten angeboten, "annüliere" und "abbreche".

Das Projekt soll im März 2007 gebrauchsfertig sein. Als Entwicklungskosten hat das Computerunternehmen 5000 US-Dollar investiert. Übertragungen in andere Regionalsprachen seien geplant.

Reuters/DPA / DPA / Reuters
Themen in diesem Artikel