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TESTS: Borgen und Leihen 1.1

Kennen Sie das? Das neue Buch, das Lieblings-Spiel, das Hollywood-Video: Von Freunden vor Urzeiten ausgeborgt und nie wieder zurückgebracht. Wer wissen möchte, wo seine Sachen bleiben, installiert sich besser das Tool Borgen und Leihen. Das Gedächtnis

Programm: Borgen und Leihen 1.1

System: Windows 95

Autor: Matthias Rusche

Preis/Sprache: 15 Mark / deutsch

Dateigröße: 3.250 KB

Kennen Sie das? Das neue Buch, das Lieblings-Spiel, das Hollywood-Video: Von Freunden vor Urzeiten ausgeborgt und nie wieder zurückgebracht. Wer wissen möchte, wo seine Sachen bleiben, installiert sich besser das Tool Borgen und Leihen.

Das Gedächtnis lässt seinen Besitzer schon einmal im Stich. Nach zwei, drei Tagen weiß man immerhin noch ganz genau, wer sich die Minizapfanlage für eine anstehende Party geborgt hat. Nach einem Monat weiß man es nur noch so ungefähr und nach einem Jahr hat man nicht mehr den blassesten Schimmer. Viele Dinge gehen auf diese Weise verloren einmal verborgt und nie wieder gesehen. Damit das in Zukunft anders wird, tritt das Programm »Borgen und Leihen« auf den Plan.

Die Software protokolliert sorgfältig den Namen von jedem neu ausgeborgten Gegenstand, legt fest, wer ihn sich wann ausgeliehen hat und wann er gemäß den Versprechungen des Borgers zurückzubringen ist. In der Oberfläche werden alle erfassten Gegenstände gelistet. Noch besser: Überfällige Gegenstände werden markiert, sodass man ihr Zurückbringen gleich anmahnen kann. Gelungen wäre es gewesen, wenn »Borgen und Leihen« automatisch eine »Mahn-Mail« verschicken würde. Aber das Programm speichert leider nicht einmal die Adressen und Telefonnummern der Ausleiher. Dafür ist es möglich, das Tool bei jedem Windows-Start automatisch mit aufzurufen, um eine Aufstellung aller überfälligen und noch nicht retournierten Gegenstände in Erfahrung zu bringen. Damit kann man sich gleich ans Telefon setzen, bevor die Worte »mein« und »dein« die Bedeutung wechseln.

Um nicht selbst zum Bösewicht der Nation zu werden, erinnert das Programm seinen Anwender in einer zweiten Liste gewissenhaft an all die Dinge, die er sich selbst einmal ausgeborgt hat.

Carsten Scheibe

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